Chronik | Österreich
27.02.2018

Lauda erhält alle Genehmigungen ohne Auflagen

Laudamotion fliegt mit 14 Flugzeugen aus drei deutschen Städten, vorerst kein Start aus Wien.

Verkehrsminister Norbert Hofer hat Laudamotion, trotz umstrittener Leiharbeiter-Konstruktion, nun alle Genehmigungen innerhalb nur eines Monats erteilt - und das ohne Auflagen. Sowohl das AOC (Air Operator Certificate) von der Austro Control als auch die Betriebsgenehmigung vom Verkehrsministerium wurden bereits am Freitag erteilt, wie der KURIER aus gut informierten Kreisen erfuhr. Der erste Airbus ist bereits offiziell auf OE-LOF registriert, 13 weitere Jets sollen folgen. Auch die Bundeswettbewerbsbehörde soll den Deal am Freitag durchgewunken haben. Damit hat Lauda nun endgültig grünes Licht für seine neue Airline, wie das Verkehrsministerium auf Anfrage bestätigt.

40.000 Tickets verkauft

Lauda hat laut einem Brief an alle Mitarbeiter bereits 40.000 Tickets via Fluglinie Condor verkauft. "Ohne Werbung", wie er stolz in dem Schreiben mitteilt. Condor soll jedenfalls auch weiterhin für den Verkauf in Deutschland zuständig sein. Ein eigenes Verkaufsportal dürfte erst in einigen Wochen zur Verfügung stehen.

Als Startflughäfen fungieren vorerst vor allem Düsseldorf und Frankfurt, aber auch München. Von dort sollen vermehrt Ziele in Spanien (wie Palma de Mallorca) angesteuert werden. Drei Airbus A 319 sollen vorraussichtlich als so genanntes Wetlease an Eurowings weiter vermietet werden.

Die Mitarbeiter wurden nun aufgefordert, sich für einen der Orte zu bewerben. Bereits am 15. März sollen sie dorthin "für einen unbegrenzten Zeitraum" wechseln. Kollektivvertragsverhandlungen sind angesetzt, vorerst muss das Kabinenpersonal ohne KV oder mit jenem von Handwerkern abheben.

Ob Lauda auch aus Wien Flüge anbieten wird, ist derzeit unklar. Zuletzt gab es Gerüchte um Ziele, etwa Griechenland oder Ibiza. Bis Lauda diese Destinationen anbieten kann, könnte es aber noch Monate dauern. Ob sich das für den Sommerflugplan ausgeht, ist fraglich.