Hitzewelle in Österreich: Wo wird's am heißesten? Ein Ausblick auf die Hundstage
Die letzte Hitzewelle liegt erst einen Monat zurück: Im Juni wurden bereits Temperaturen zwischen 38 und 40 Grad gemessen. Ihren Höhepunkt erreichte sie am 28. Juni in Wien, wo erstmals die 40-Grad-Marke geknackt wurde.
Nun stehen hierzulande erneut extreme Temperaturen bevor. Erwartet werden 38 bis 39 Grad, wie die GeoSphere Austria am Mittwoch in einer Aussendung prognostizierte. Wie lange die Hitzewelle dauern wird, ist noch ungewiss. Die extreme Trockenheit dürfte sich trotz einzelner Gewitter und Schauer weiter verschärfen. Bis Freitag, dem laut aktuellen Prognosen heißesten Tag, an dem lokal bis zu 40 Grad möglich sind, baut sich die Hitze im gesamten Land auf.
So heiß wird es in den kommenden Tagen
Für den heutigen Donnerstag ist laut GeoSphere Austria nahezu das gesamte Land gelb eingefärbt, einige Teile im Osten Österreichs sogar orange. Das bedeutet, dass Vorsicht geboten ist und vereinzelt wetterbedingte Beeinträchtigungen zu erwarten sind. Die Wetterstation rät daher, die Prognosen genau zu verfolgen.
Am Donnerstag bleibt es nahezu ungestört sonnig. Die Hitze nimmt tagsüber weiter zu, erwartet werden 30 bis 38 Grad.
Am Freitag ist nach Angaben von GeoSphere Austria nahezu ganz Österreich orange eingefärbt. Am 31. Juli wird der Höhepunkt der Hitzewelle erwartet. Es bleibt weiterhin trocken, die Tageshöchsttemperaturen liegen zwischen 33 und 39 Grad. Dazu scheint die Sonne, nur wenige Wolken ziehen auf. Der Wind weht mäßig bis lebhaft aus Südost.
Auch am Samstag lässt die Hitze nicht nach. Der Hochdruckeinfluss sorgt vor allem im Osten und Süden für einen sonnigen Start in den Tag, im Westen sind noch einzelne Restschauer möglich. Es werden Frühtemperaturen von 14 bis 24 Grad erwartet, die Tageshöchstwerte liegen zwischen 28 und 38 Grad – mit den höchsten Temperaturen im Osten.
Am Sonntag setzt sich die Hitzewelle fort, mit Höchstwerten von rund 37 Grad. Zudem dominiert der Sonnenschein, nur wenige Wolken zeigen sich am Himmel. Auch am Montag, dem 3. August, hält die extreme Hitze an: Die Tageshöchsttemperaturen erreichen 32 bis 39 Grad, die höchsten Werte werden erneut im sonnigen Osten erwartet.
Hier wird es in Österreich am heißesten
Die Hitze-Schwerpunkte liegen in Österreich im Burgenland, in der Südoststeiermark, im östlichen Niederösterreich sowie im Großraum Wien.
Laut GeoSphere Austria werden am Freitag in Wien bis zu 40 Grad erwartet. Im Nordburgenland könnten die Temperaturen 39 Grad erreichen. In Niederösterreich liegen die Höchstwerte zwischen 33 und etwa 39 Grad, in der Steiermark steigen sie auf bis zu 36 Grad. In 1500 Metern Höhe werden dort Mittagstemperaturen von rund 25 Grad erwartet.
Auch in der ersten Augustwoche ist ein Ende der heißen Phase nicht in Sicht.
Die Regionen Österreichs mit den heißesten Sommern der letzten zehn Jahre
In Österreich wurden im Juni 2026 im Zuge einer historischen Hitzewelle erstmals seit Messbeginn an zwei Tagen in Folge 40 Grad gemessen. Am 29. Juni wurden in Bad Deutsch-Altenburg 40,1 Grad gemessen, einen Tag zuvor waren es in Wien 40,0 Grad.
Die höchst gemessenen Werte (von 2016 bis 2026):
- Wien: 40 Grad, Juni 2026
- Östliches Niederösterreich: 40,1 Grad in Bad Deutsch-Altenburg), Juni 2026
- Nordburgenland: rund 39,3 Grad in Andau, Juni 2026
- Südoststeiermark: 38 Grad in Bad Radkersburg, Juni 2026
- Kärntner Becken: 38,3 Grad in Feistritz ob Bleiburg, Juni 2025
- Genug trinken: zwei bis drei Liter pro Tag, bei körperlicher Belastung mehr.
- Sonnencreme verwenden
- Auf die Ernährung achten: Gedünstetes Gemüse, Getreidesalate aus Bulgur, Couscous oder Hirse, Tofu-Spieße oder Suppen sind ideal.
- Wohnung kühl halten: Wer ohne Klimaanlage in der Wohnung auskommen muss, sollte tagsüber die Fenster schließen und die Räume verdunkeln.
- Körper und Kleidung: Füße in kaltes Wasser halten, ein feuchtes Tuch in den Nacken legen. Bei der Kleidung sollte man auf Leinen, Baumwolle oder Seide setzen. Diese Stoffe sind atmungsaktiv, nehmen Feuchtigkeit auf und fördern die Luftzirkulation, was zu einer natürlichen Kühlung führt.
- Direkte Sonne meiden: Besonders zwischen 11 und 17 Uhr möglichst im Schatten bleiben und körperliche Aktivitäten auf die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegen.
- Körperliche Anstrengung reduzieren: Sport und schwere körperliche Arbeit möglichst vermeiden oder auf kühlere Tageszeiten verschieben.
- Kopf schützen: Im Freien einen Hut, eine Kappe oder ein Tuch tragen.
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