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Chronik Österreich
07/21/2019

Hitzewelle: Die Hundstage kommen

Die Temperaturen steigen wieder: Was ein Sternbild mit der heißesten Phase des Sommers zu tun hat.

von Konstantin Auer

Am Dienstag beginnen die sogenannten Hundstage und damit im Volksmund die heißeste Phase des Jahres, die am 23. August endet. Laut Ubimet-Meteorologen Florian Pfurtscheller stimmt das meist sogar. Der KURIER hat die wichtigsten Fakten dazu.

Was genau sind die „Hundstage“?

In Europa wird so umgangssprachlich die heißeste Zeit im Jahr genannt. Die Bezeichnung stammt aus der Zeit des Römischen Reichs. Die Römer verstanden darunter das Auftauchen des Sterns Sirius, der zum Sternbild des „Großen Hundes“ gehört. In dieser Zeit geht der helle Stern Sirius mit der

Sonne auf und unter. Allerdings stimmt das heute nicht mehr ganz: Der Aufgang des Sirius kann erst ab dem 30. August beobachtet werden. Der Zusammenhang mit der Hitze ist also heute Zufall.

Ein Zufall ist es wohl auch, wenn die Bauernregel eintritt: „Sind die Hundstage voll Sonnenschein, wird das Jahr recht fruchtbar sein“.

Wer Hunde mag, kommt zum Hundetag

Halten die „Hundstage“ ihr Versprechen?

Es sieht ganz danach aus. Diese Woche setzt sich ein stabiles Hochdruckgebiet über Österreich fest und damit kommt wieder eine Hitzewelle, wie wir sie schon im Juni hatten. Landesweit ist mit Temperaturen zwischen 30 und 35 Grad zu rechnen, stellenweise sogar mit 37. Am heißesten wird es in Vorarlberg, im Inntal, im Pongau und in der Stadt Salzburg.

Ab Freitag verlagert sich die Hitze dann Richtung Osten mit den höchsten Temperaturen zwischen Salzburg und St. Pölten. In der Wiener Innenstadt kann es am Wochenende bis zu 36 Grad geben. Kommendes Wochenende wird es vor allem im Westen etwas unbeständiger, doch ab dem Montag danach sagt Ubimet-Meteorologe Pfurtscheller schon die nächste Hitzewelle voraus.

Wird es in nächster Zeit Unwetter geben?

„Diese Woche ist die Gewitterwahrscheinlichkeit sehr gering, da die Luft sehr trocken ist“, erklärt Pfurtscheller. Ab Freitag kann es aber im Westen, zwischen Vorarlberg und Salzburg, in Oberkärnten sowie in Osttirol zu Wärmegewittern kommen. Südlich der Alpen sind Regenschauer möglich.

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Erreichen wir den Rekord des heißesten Sommers?

„Das ist sehr wahrscheinlich“, sagt Pfurtseller. Der Juni lag weit über den Durchschnittstemperaturen, der Juli liegt bis jetzt genau im Mittel, diese Woche könnte das ändern. „Selbst wenn der August zu kalt wird, erreichen wir zumindest einen Podestplatz“, sagt der Meteorologe.