Archs Landung bei der Elberfelder Hütte in den Hohen Tauern

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Chronik | Österreich
09/12/2016

Hannes Arch im Hubschrauber: Letztes Foto vor Absturz

Am Samstag ist ein "Lichtermeer" für den Steirer geplant.

"Gegen 15.30 Uhr landete der Hubschrauber bei der Elberfelder Hütte", erinnert sich ein deutscher Wanderer. Er habe rein zufällig ein Foto geschossen, erzählt er. Dass der Pilot der Kunstflieger Hannes Arch sei, fiel ihm gar nicht auf. "Ich habe Herrn Arch weder gesehen noch habe ich etwas vom Absturz mitbekommen", sagt der Alpinist zum KURIER. Zwei Zeugen beobachteten offenbar die Landung des Robinson-Hubschraubers.

Wie berichtet, starb der 48-jährige Air Racer in der Nacht auf Freitag bei einem Hubschrauberunfall in den Hohen Tauern. Der Freundschaftsdienst für einen Hüttenwirt kostete ihn offenbar das Leben. Dass es zu dem tödlichen Unfall kam, habe der Wanderer erst zwei Tage später auf einer anderen Hütte von einem Journalisten erfahren, berichtet er. Meldungen, wonach er gesehen habe, dass Arch in die Berge wandern ging, stimmten jedenfalls nicht. Somit ist weiterhin unklar, was der Kunstflieger zwischen 15.30 und dem Abflug um 21 Uhr getan hat. Auch der Flugplan von Hannes Arch gibt neue Rätsel auf.

"Den Todesschrei vergess ich nie"

Der mit Arch verunglückte Hüttenwart Reinhard B. konnte jedenfalls bisher wenig zur Aufklärung der Unfallursache beitragen. „Hannes meinte, er habe eine Nachtflug-Ausrüstung. Ich habe das akzeptiert. Als ich dann drin saß und nur der Lichtstrahl des Start- und Landescheinwerfers zu sehen war, sah ich keine Konturen mehr. Dann hat er sich durch das Gelände getastet, nur mithilfe der Scheinwerfer“, sagte er gegenüber der deutschen Bild. Im Lichtkegel tauchte demnach eine Felswand auf. Arch versuchte noch hochzuziehen – vergeblich. „Hannes stieß einen Todesschrei aus, den vergesse ich nie.“ Hinweis auf ein technisches Gebrechen gibt es bisher jedenfalls nicht.

Inzwischen wurde auf der Facebookseite von Hannes Arch eine Parte veröffentlicht. Geplant ist eine "Lichtermeer" für den verunglückten Kunstflieger in seinem Heimatort Trofaiach (Stmk):