Chronik | Österreich
29.10.2018

Gülle in Murmeltierbau geschüttet: Prozess endet mit Freispruch

Bauernehepaar bekannt sich nicht schuldig. Der Freispruch erfolgte im Zweifel.

Ein Landwirtehepaar ist am Montag am Landesgericht Innsbruck vom Verdacht der Tierquälerei freigesprochen worden. Den beiden Zillertalern wurde vorgeworfen, absichtlich Gülle in einen Murmeltierbau geleitet zu haben. Der Freispruch erfolgte laut Medienberichten im Zweifel. Die beiden Angeklagten hatten sich zu Prozessbeginn nicht schuldig bekannt.

Die Gülle sei beim Ausbringen auf der Wiese versehentlich in den Murmeltierbau gelangt, verteidigten sich die Tiroler. Ein von einem Zeugen gemachtes Video zeigte, wie die beiden mit dem Schlauch des Güllefasses in der Nähe des Baus hantierten. Der Schlauch habe aufgrund einer Verstopfung gereinigt werden müssen, entgegnete das Ehepaar vor Gericht.

 

Der Freispruch erfolgte schließlich im Zweifel. Denn man könne den beiden Angeklagten nicht nachweisen, dass sie die Tiere töten wollten, begründete der Richter das Urteil. Ein Gutachter hatte zuvor erklärt, dass die Gülle bis zu acht Meter in die Gänge des Murmeltierbaus vorgedrungen sei. Ein totes Tier habe man jedoch nicht gefunden. Die Nager dürften rechtzeitig geflohen sein.