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Chronik Österreich
04/01/2020

Innsbrucks Bürgermeister fordert Lockerung der Beschränkungen in Tirol

Tirol ist derzeit des Epizentrum der Corona-Krise. Georg Willi fordert trotzdem, dass das Bundesland vor allen anderen in den Normalbetrieb geht.

von Christian Willim

Tirol ist nach wie vor das Epizentrum der Corona-Epidemie in Österreich. Dort sind – Stand Mittwochmorgen – aktuell 1.978 Menschen an dem Virus erkrankt. Der Höhepunkt der Krise wird insbesondere an den Spitälern erst erwartet.

Innsbrucks Bürgermeister Georg Willi (Grüne) drängt nun aber bereits auf eine Lockerung der Beschränkungen. Er sieht die Landeshauptstadt „auf einem wirklich guten Weg“. Und denkt bereits über Möglichkeiten für einen Schritt Richtung Normalität nach, „um den Leuten vor Ostern das Gefühl zu geben, es gibt ein bisschen mehr Luft“.

Der Handlungsspielraum des Grünen ist freilich durch Verordnungen von Bund und Land massiv beschränkt. Tirol hat etwa die rigidesten Ausgangsbeschränkungen österreichweit, die insbesondere den Städtern zusetzen.

Sonderweg gefordert

Willi fordert einen Sonderweg für das Bundesland ein. Und zwar in Anbetracht dessen, dass Tirol als erstes Bundesland massiv von der Corona-Krise betroffen war und diese als erstes durchschritten haben werde.

„Wir würden uns wünschen, dass es möglich gemacht wird, dass wir als erstes Bundesland wieder in den Normalbetrieb gehen können“, so der Parteikollege von Gesundheitsminister Rudi Anschober bei einer Videopressekonferenz am Mittwoch. „Wir waren die Pioniere bei den zu setzenden Maßnahmen. Und sollten auch die Pioniere bei der Öffnung sein.“

Tirols ÖVP-Landeshauptmann Günther Platter hält von dem Vorstoß Willis wenig. "Jetzt nachzulassen, wäre falsch", sagt er auf KURIER-Nachfrage im Zuge einer Video-Pressekonferenz. Bis 13. April werde es vermutlich keine Änderung der Verordnungen geben.

Und Platters grüne Stellvertreterin Ingrid Felipe kann sich zwar vorstellen, dass man irgendwann im Vergleich zu anderen Bundesländern eher über die Lockerung von Maßnahmen redet: „Nur momentan sehe ich das noch nicht.“

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