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Chronik Österreich
01/13/2021

Große Unterschiede bei Impf-Fahrplänen der Bundesländer

Kärnten und Oberösterreich starten bei Impfung der über 80-Jährigen im Jänner, der Rest erst im Februar.

von Matthias Nagl, Elisabeth Holzer, Anja Kröll, Petra Stacher

Die Bundesländer waren Ende der vergangenen Woche sehr erleichtert, dass sie nun die Koordinierung der Covid-Impfungen übernehmen. Nun, da die ersten Pläne vorliegen, zeigen sich erhebliche regionale Unterschiede. Kärnten ist jedenfalls am schnellsten unterwegs. Bis Ende der Woche sollen alle impfwilligen Bewohner und Mitarbeiter der Kärntner Senioren- und Pflegeheime immunisiert werden.

Auch bei den über 80-Jährigen ist Kärnten am schnellsten unterwegs. Ab Samstag soll die Impfung dieser rund 35.000 Personen stattfinden. Verimpft werden dabei vorerst 3.900 Impfdosen in den Bezirkshauptstädten. Der Andrang zur Anmeldung ist groß.

Auch Oberösterreich will noch im Jänner über 80-Jährige außerhalb der Seniorenwohnheime impfen, und zwar in Kalenderwoche drei und vier. Anmelden können sich Interessierte dafür ab Freitag unter der Hotline 0732/772078700 oder auf der Homepage des Landes.

Steirische Arbeitsgruppe

Geimpft wird schließlich ab kommendem Dienstag im Impfzentrum des jeweiligen Wohnbezirks. Zusätzlich sollen in den kommenden beiden Wochen 4.800 Personen aus den Gesundheitsberufen geimpft werden. Mit dieser Strategie sollen bis Ende Jänner insgesamt etwa 48.000 Menschen geimpft sein.

Die Steiermark hinkt verglichen damit hinterher. Laut Impfkoordinator Michael Koren wird erst einmal eine Arbeitsgruppe eingerichtet, um zu ergründen, wie man die Zielgruppe der nicht in Heimen lebenden über 80-Jährigen am besten erreichen könne. Das sind im Bundesland rund 75.000 Menschen. Koren konnte jüngst den Impfstart für sie nicht genau fixieren, ging aber von „frühestens Mitte oder Ende Februar“ aus. Ein Anmeldesystem wird es vorerst in der Steiermark nicht geben.

Haslauer gegen Wettlauf

In steirischen Heimen leben rund 12.000 Senioren, der Impfstart war vergangene Woche, etwa in den Häusern der „Senecura“: „Ich wollte unter den Ersten  sein“, begründete etwa Christina Kaufmann, 90, ihre Teilnahme.  Laut Koordinator Koren liege die Impfwilligkeit in den Heimen zwischen 50 und 75 Prozent.

Das Land Salzburg will bis Ende der kommenden Woche das Durchimpfen der Senioren- und Pflegeheime abschließen. Über 80-Jährige und Risikogruppen können sich ab Anfang Februar für eine Impfung anmelden, online oder telefonisch unter 1450. Für über 65-Jährige startet die Anmeldung im März. Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) sprach sich am Dienstag gegen einen „medialen Wettlauf“ unter den Bundesländern aus. „Uns geht es um gute Strukturen, die verlässlich und berechenbar sind. Wir haben ein Mengengerüst, das auch den zweiten Stich berücksichtigt“, sagte Haslauer.

Auch in Tirol sollen  rund 40.000 über 80-Jährige ab Anfang Februar die Möglichkeit zum Impfen bekommen. Derzeit würden die Betroffenen von den Gemeinden per Brief aufgefordert, sich bei Interesse zu melden. In Vorarlberg soll die Impfung in den Heimen bis Ende Jänner abgeschlossen sein. Über 80-Jährige, die nicht in Heimen wohnen, können sich ab kommender Woche für eine Impfung vormerken lassen.

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