© Elisabeth Holzer

Chronik Österreich
09/20/2021

Graz-Wahl: Strache will "Lebenszeichen setzen"

Die neue Partei des Ex-FPÖ-Vizekanzlers tritt bei den Gemeinderatswahlen kommenden Sonntag an.

von Elisabeth Holzer

Heinz-Christian Strache dürfte mehr Medienrummel gewöhnt sein. Nur vier Journalisten sind am Montag bei der Pressekonferenz, die Strache in Graz abhält, darunter keine mit TV-Kameras oder Radiomikrofonen. Statt wie früher als FPÖ-Bundesobmann ein Termin in einem Innenstadtlokal sitzt man diesmal in einem Vorstadt-Wirtshaus in einem der äußeren Grazer Bezirke.

"Wir setzen hier in Graz ein Lebenszeichen", versichert Strache, der Ende August - nicht rechtskräftig - zu 15 Monaten bedingter Haft verurteilt worden ist und dagegen berufen hat. Das Team HC  in Graz um Sven Stadler und Markus Knaus hat die 200-Unterschriften-Hürde gepackt, die es zum Antreten bei den Kommunalwahlen in Graz braucht. Dafür gab es Listenplatz zehn von insgesamt 14, heuer treten so viele Parteien in Graz an wie nie zuvor.

Spitzenkandidat Stadler und Listenzweiter Knaus setzen auf Verkehr, Soziales, Wohnbau, Sicherheit. "Wir haben in Graz Verkehrschaos pur", moniert Stadler und Knaus kritisiert den massiven Wohnungsneubau, ohne auf die Verkehrssituation zu achten.

"Gegen indirekte Impfpflicht"

Strache, ganz Ex-Vizekanzler, streift die bundespolitischen Themen. Asyl, Afghanistan, Frauenmorde - und "indirekte Corona-Impfpflicht". Doch dagegen tritt er entschieden auf, sagt Strache. "Jeder soll selbst entscheiden, ob er sich impfen lassen will."  Darin unterscheidet sich der Ex-FPÖ-Chef zwar kaum von der derzeitigen Haltung der FPÖ, dennoch befindet Strache, seine "ehemaligen Weggefährten haben nicht unbedingt den Weg fortgesetzt, den ich vorgegeben habe. Auch in Graz nicht, wo ein ehemaliger Weggefährte Vizebürgermeister ist."

Sollte es nichts werden mit dem erhofften Einzug in den Grazer Gemeinderat, dann "haben wir einen langen Atem, Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut", bekundet Strache. "Das ist kein Projekt von heute auf morgen, sondern mittel- und langfristig zu sehen."

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