In Innsbruck hielt die Anzeigetafel einer Tankstelle dem Wind nicht stand. Sie musste von der Feuerwehr abgebaut werden.

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Wetter
11/04/2014

Föhn fegte mit Orkanböen über Österreich

In Vorarlberg starb ein Feuerwehrmann bei Aufräumarbeiten nach dem Sturm.

von Christian Willim

Vom äußersten Westen Österreichs bis ins östliche Flachland hat sich am Dienstag der Föhn ausgetobt. Auf den Bergen wurden wie etwa am Innsbrucker Patscherkofel mit 162 km/h Orkanböen gemessen. "Selbst in Wien gab es Föhn. Das ist äußerst selten", erklärt Clemens Teutsch-Zumtobel vom Wetterdienst Ubimet.

Bereits in der Nacht auf Dienstag forderte der Föhnsturm in Vorarlberg ein Todesopfer. Ein 44-jähriger Feuerwehrmann wurde in der Gemeinde Sonntag im Großen Walsertal von einem Wurzelstock erschlagen. Der Mann war bei Aufräumarbeiten gerade damit beschäftigt, einen vom Wind auf die Straße gestürzten Baum zu zersägen, als der Wurzelstock nachrutschte. Der Einheimische wurde unter der Last begraben und konnte nur noch tot geborgen werden.

Blech ins Gesicht

In Wald am Arlberg wurde Dienstagmittag ein Mann von einem Wellblech schwer im Gesicht verletzt, das ein Windstoß von einem Stallgebäude gerissen hatte. Ein Rettungshubschrauber brachte den 67-Jährigen ins Krankenhaus Feldkirch.

Die Einsatzkräfte waren in weiten Teilen Österreichs stark gefordert. In Innsbruck musste etwa die Feuerwehr ausrücken, um die Anzeigentafel einer Tankstelle abzumontieren. Sie hatte dem Wind nicht standgehalten.

Der Föhn hat am Dienstag seinen Höhepunkt erreicht. Am Mittwoch soll die warme Südwestströmung zunächst in Vorarlberg und im Tiroler Oberland von einer Kaltfront zum Erliegen gebracht werden. Der Föhn wird von Regen und in rund 1000 Metern Höhe von Schneefällen abgelöst.

Im Verlaufe des Donnerstags bricht der Föhn nach und nach von Westen nach Osten zusammen. Regen folgt. Bereits ab Mittwoch ist hingegen in Osttirol und Kärnten mit kräftigen Niederschlägen zu rechnen. Bis Freitag können laut Ubimet 140 bis 180 Liter Regen in der Region fallen. Schuld daran ist ein Tiefdruckgebiet aus Italien.

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