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Chronik Österreich
09/11/2021

Ende eines außergewöhnlichen Stausommers

Am Wochenende wälzt sich der Verkehr noch einmal kräftig durch Österreich. Urlauber setzen heuer stark auf das Auto.

von Christian Willim

Fast jedes Wochenende im heurigen Corona-Sommer war auf den großen Nord-Süd-Verbindungen  von extrem starkem Verkehrsaufkommen und begleitenden Stauwarnungen der Autofahrerclubs geprägt. Für dieses Wochenende rechnet der ARBÖ mit der „stärksten Rückreisewelle des Sommers“. Der ÖAMTC jedenfalls damit, dass es „nochmals starken Rückreiseverkehr“ gibt.

Der Grund: Nach der Ostregion gehen nun auch in den Bundesländern in West- und Südösterreich die Ferien zu Ende. Das gilt auch für die bevölkerungsreichen deutschen Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg. 

Der Autoreiseverkehr war heuer besonders intensiv und staulastig – nicht nur im Vergleich zum ersten Corona-Sommer 2020. Das zeigen etwa Zahlen von der Tiroler Brennerautobahn (A13), die als eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen gilt.

Im Juli und August fuhren 2,6 Millionen Pkw über diese Strecke. Das ist nicht nur deutlich mehr als 2020 (2,1 Millionen Pkw), als sich das Reisegeschehen pandemiebedingt in Grenzen hielt.  
Die Zahl der über den Autobahnpass zwischen Österreich und Italien fahrenden Autos war auch höher als in den Vor-Corona-Jahren 2019 (2,51 Millionen) und 2018 (2,56 Millionen).

Trend zum Auto

Auch aufgrund der Staubilanz steht für den ÖAMTC fest: „Der Trend zum Urlaub mit dem Auto war in diesem Sommer klar erkennbar.“ Im heurigen Sommerreiseverkehr wurden demnach 622 Staus verzeichnet – knapp mehr als im Jahr 2019 und etwa 30 Prozent mehr als 2020. Und das, obwohl sich der Urlauberverkehr nicht nur an den Wochenenden, sondern auch schon am Freitag stark bemerkbar gemacht hat.

„Man sieht, dass die Leute versucht haben, den Staus auszuweichen“, sagt Heimo Gülcher vom ÖAMTC zum KURIER. Aber Wartezeiten gab es selbst in den Nachtstunden. 
Neben Unfällen und Verkehrsüberlastungen trugen Covid-Grenzkontrollen das Ihre dazu bei – etwa beim klassischen Nadelöhr Karawankentunnel zwischen Österreich und Slowenien. Auf dem Weg an die Adria standen die Urlauber auch an den Übergängen zwischen Slowenien und Kroatien oft stundenlang im Stau. 

Ein ähnliches Bild ist  für dieses Wochenende zu erwarten. Bereits ab den frühen Morgenstunden müssen Autofahrer mit langen Staus und Verzögerungen rechnen. In Tirol etwa auf der Brennerautobahn (A13) sowie der Fernpass Straße (B179) oder in Salzburg auf der Tauernautobahn (A10). 

Knackpunkt Grenze

Am meisten Geduld wird vor den Grenzübergängen benötigt. Bis zu zwei Stunden oder länger sind vor dem Karawankentunnel – in beide Richtungen – möglich. Auch vor dem Grenzübergang Spielfeld auf der Pyhrnautobahn (A9) müssen Autofahrer bei der Einreise nach Österreich lange Verzögerungen einplanen. 

Das gilt zudem für Nickelsdorf (A4) zwischen Ungarn und Österreich. Bei der Ausreise werden vor den Grenzen bei Kufstein (A12), Suben auf der Innkreisautobahn (A8) und Walserberg auf der A1 Staus erwartet.
 

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