© Kurier/Juerg Christandl

Chronik Österreich
12/08/2020

Pammesberger ist eingeschneit im Gailtal: "Wie ein Flockdown im Lockdown"

KURIER-Karikaturist Michael Pammesberger tauschte im Kärntner Gailtal Zeichenfeder gegen Schneeschaufel.

von Johanna Kreid

KURIER-Karikaturist Michael Pammesberger verbringt seine Tage derzeit nicht nur mit Zeichnen, sondern auch mit Schneeschaufeln: Mit seiner Familie ist er in Dellach im Gailtal eingeschneit. Oder wie er es nennt: Er sei im „Flockdown im Lockdown“.

KURIER: Lieber Michael, ihr seid in Kärnten eingeschneit. Wie geht es euch?

Pammesberger: Wir sind zu Besuch bei meiner Schwiegermutter im Gailtal. Und ja, es gibt sehr, sehr, sehr viel Schnee – aber bei uns ist es nicht so schlimm, es geht uns gut. Wir sind am Freitag angekommen, da war es noch wunderschön. Am nächsten Tag war unser Auto mehr als einen Meter hoch eingeschneit – es war nicht einmal mehr als unser Auto erkennbar.

Funktioniert so weit alles bei euch? Habt ihr Stromausfälle?

Ja, es gab immer wieder Stromausfälle. Wir stehen in Kontakt mit der Feuerwehr. Dort hat man uns erklärt, das Hauptproblem seien die umstürzenden Bäume. Außerdem hat es rund eineinhalb Meter Schnee gegeben – und dann kam starker Regen. Das ist ein großes Problem: Der Schnee säuft sich an wie ein Schwamm und wird sehr schwer. Daher steigt auch die Lawinengefahr. Ich hab’ auch schon fest Schnee schaufeln müssen.

Das klingt allerdings anstrengend ...

Ja, es ist ein unglaublich schwerer Schnee. Daher haben wir auch nur eine Art schmalen Notweg bis zur Haustür freigeschaufelt. Die ganze Einfahrt freizuschaufeln, wäre nicht möglich. Wenn wir aus dem Fenster schauen, ist alles weiß, auch wenn der Regen schon einiges weggefressen hat.

Und wie geht es den Einheimischen mit den Schneemassen?

Die Leute hier sind ganz gelassen, denn das hat es hier immer gegeben. Sie wissen, was Schnee ist. Und ich hab’ das hier auch schon öfters erlebt, und weiß, dass es hier anders ist als im Burgenland, wo wir wohnen (lacht).

Bist Du eher ein Sommer- oder ein Winterfan?

Ach, Winter taugt mir schon immer. Er passt hierher. In Ostösterreich kann man sich derzeit ja gar nicht vorstellen, dass es anderswo so viel Schnee gibt. Mehr Schnee als Skifahrer (lacht).

Abgesehen vom Zeichnen und Schneeschaufeln: Wie verbringt ihr eure Tage in Kärnten?

Gestern wollten wir fernsehen, auf einmal war alles aus – wieder ein Stromausfall. Viel kann man natürlich nicht unternehmen – nicht einmal Rodeln, gar nix. Nur Spazierengehen im Gatsch, und das nicht wirklich weit. Man geht dann halt zwischen den Schneewänden dahin. Es ist wie ein Lockdown im Lockdown. Oder eigentlich ein Flockdown im Lockdown.

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