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Chronik Österreich
02/03/2020

Wie der Kirchenbeitrag berechnet wird

Bis zu 50 Prozent der Zahlung kann schon jetzt innerhalb der Kirche zweckgewidmet werden.

Der Kirchenbeitrag beträgt in der katholischen Kirche 1,1 Prozent vom Einkommen als Beitragsgrundlage. Davon wird ein allgemeiner Absetzbetrag von 57 Euro abgezogen. Der Mindestkirchenbeitrag macht 111 Euro für Selbstständige bzw. 29,52 Euro für Arbeitnehmer beziehungsweise Pensionisten aus.

Natürlich gibt es vielfache Sonderregelungen, die auf die jeweilige Lage der Beitragszahler eingeht. Wer genau wissen will, wie viel er gemäß seines Einkommens zu zahlen hat, kann den Kirchenbeitragsrechner im Servicebereich auf der Homepage der Erzdiözese Wien (www.erzdioezese-wien.at) nutzen. Der Zahlschein für den Kirchenbeitrag kommt viermal pro Jahr. Man kann aber auch auf einmal pro Jahr umstellen.

Zweckwidmung

Was derzeit kaum publik gemacht wird, aber schon jetzt möglich ist: Jeder kann einen Teil des Kirchenbeitrags einem bestimmten Zweck widmen. Es gibt dafür ein eigenes Formular, auf dem mehrere Bereiche aufgelistet sind, denen das Geld direkt zugeführt werden muss.

Die Liste reicht von der Priester- und Lehrerausbildung über die Familienbetreuung, den Kulturbereich, Soziales bis hin zur Caritas. Allerdings können maximal 50 Prozent des Beitrags zweckgewidmet werden.

In der Evangelischen Kirche wird der Kirchenbeitrag fast identisch eingehoben. Als Beitragsgrundlage wird das Jahreseinkommen des Vorjahres herangezogen. Ein Prozent davon ergibt den Kirchenbeitrag. Als allgemeiner Absetzbetrag werden 44 Euro abgezogen. Die genaue Beitragshöhe kann auch hier über einen eigenen Beitragsrechner ermittelt werden (www.gerecht.at).

Bis zu 400 Euro Kirchenbeitrag pro Person können von der Steuer abgesetzt werden. Die jeweiligen Kirchenbeitragszahlungen werden seit dem Jahr 2017 bereits direkt an das Finanzamt gemeldet und automatisch in die Arbeitnehmerveranlagungen übernommen.

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