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Chronik Österreich
06/18/2020

Der neue Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit heißt Franz Ruf

Der 51-jährige Salzburger erhält einen der mächtigsten Polizeijobs des Landes.

von Dominik Schreiber, Kid Möchel, Birgit Seiser

Am Montag um Mitternacht endete die Bewerbungsfrist, heute um 9:30 Uhr wird Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) bereits den neuen Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit vorstellen. Laut KURIER-Informationen aus gut informierten Kreisen handelt es sich dabei um den Salzburger Landespolizeidirektor Franz Ruf. Dieser setzte sich gegen drei weitere Bewerber durch, wovon zwei bereits im Vorfeld als chancenlos galten.

Ruf stammt aus dem Salzburger Lungau und wollte zunächst Tischler werden, bevor er beim Heer zum Gebirgsjäger ausgebildet wurde und 1989 der Gendarmerie beitrat. Dort studierte er und stieg die Karriereleiter nach oben, 2005 wurde er zum stellvertretenden Polizeichef von Salzburg berufen, 2008 übernahm den Posten des Chefs - auch auf Wunsch des damaligen Innenministers Günther Platter (ÖVP).

Als im Jahre 2012 die drei Spitzenpositionen des Landespolizeikommandanten, des Sicherheitsdirektors und des Polizeidirektors zu der einen Position des Landespolizeidirektors vereinigt wurden, war der Jurist Ruf derjenige, der sich behaupten konnte und zum Landespolizeidirektor bestellt wurde.

Spitzenposten im Innenministerium

Vor kurzem wurde er zum Leiter der Reformgruppe des Verfassungsschutzes ernannt. Ruf galt danach als Favorit für mehrere Spitzenposten im Innenministerium, die in den kommenden Monaten neu ausgeschrieben werden. So kann Nehammer den Leiter des Bundeskriminalamts, die Direktor des Verfassungsschutzes oder den Chef des Bundesamts für Korruptionsbekämpfung neu besetzen.

Die Begutachtungskommission habe Ruf als in hohem Ausmaß geeignet eingestuft, sagte Nehammer bei der Angelobung im Innenministerium. Der designierte Generaldirektor sei Polizist und Jurist und verbinde dadurch beide Welten, die wichtig seien, um der Komplexität des Polizeialltags gerecht zu werden, so der Ressortchef bei der Vorstellung der „neuen Spitzenführungskraft im Bundesministeriums für Inneres“.

Gleichzeitig sprach der Minister dem in den Ruhestand tretenden Franz Lang als Direktor des Bundeskriminalamts und geschäftsführender Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit seinen Dank aus. Lang blicke auf eine „außergewöhnliche Polizeikarriere“ zurück und sei der richtige Mann für all die Funktionen gewesen, in die er berufen war.

BVT-neu kommt im Frühjahr 2021

Franz Ruf selbst sagte bei seiner Angelobung: "Die Polizei muss zu jeder Tages und Nachtzeit auch mit schwierigen Situationen umgehen, es kommt dabei auch zu Fehlern, aber es gibt eine hohe Leistungsbereitschaft der Kollegen".

Außerdem kündigte Ruf an, dass die Reform des Verfassungsschutzes (BVT) im Frühjahr 2021 abgeschlossen sein soll. Es sei wichtig, dass die Bevölkerung und die Geheimdienst-Kollegen im Ausland wieder Vertrauen gewinnen würden.

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