Jeder zweite der Befragten gibt an, dass der eigene Garten ein Lichtblick in der Krise ist.

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Chronik Österreich
03/10/2021

Der grüne Daumen zeigt nach oben

Laut Gartentrendstudie werden Garten, Balkon und Terrasse immer mehr zum Treffpunkt und Ort der Freiheit.

von Petra Stacher

Auch wenn das Wetter vielleicht noch nicht ganz mitspielt, sind viele Gartenfreunde schon voller Vorfreude. Arbeitshandschuhe anziehen und sich durch die Erde wühlen, um Essbares und Schönes anzupflanzen, wird immer beliebter. Das geht aus der „Gartentrendstudie 2021“ des Unternehmens Bellaflora hervor.

54 Prozent der Österreicher verfügen über einen Balkon oder eine Terrasse – sei es am Dach oder am Boden. Immerhin 38 Prozent haben einen eigenen Garten. Damit dieser auch zum Erholungsgebiet wird, gab ein Gartenbesitzer im vergangenen Jahr durchschnittlich 686 Euro dafür aus, sagt Paul Eiselsberg vom Marktforschungsinstitut IMAS.

Vor allem seit Corona komme dem eigenen Garten noch einmal mehr Bedeutung zu. So geben von den 1.000 Befragten (zwischen 16 und 69 Jahren) 72 Prozent an, dass zum seelischen Wohlbefinden frische Luft dazugehöre, für 62 Prozent Natur im Allgemeinen und für 58 Prozent ein Garten, Balkon oder eine Terrasse.

Krisenhelfer

„Assoziiert wurde der eigene Garten im Zuge der Online-Befragung nicht nur mit Entspannung und Erholung, sondern auch mit Freiheit“, sagt Eiselsberg. Jeder zweite gab an, dass er ohne einen Garten viel schlechter durch die Krise kommen würde.

Auch zwei Trends lassen sich aus der Studie ablesen: Für den Großteil werde in Zukunft der Garten als Treffpunkt mit Freunden eine größere Rolle spielen – vielleicht stockt dadurch der eine oder andere Gartenbesitzer seine Sitzgelegenheiten auf. 78 Prozent denken, dass Selbstversorgungsgärten zunehmen werden: Gärten also, in denen Pflanzen dominieren, die man ernten kann. Dies habe wiederum mit dem generellen Trend zu mehr Regionalität zu tun – gibt es doch nichts Besseres als Gemüse aus dem eigenen Garten.

Auch naturbelassene Gärten, die Artenvielfalt fördern, erfreuen sich laut Eiselsberg immer größerer Beliebtheit. „Die Studie zeigt auch, dass sich nach wie vor drei von vier Österreichern große Sorgen um den Klimawandel machen“ sagt er. Wie gut, dass jede grüne Fläche zumindest ein bisschen dagegen helfen kann.

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