In Simbach bemühen sich Helfer, die Schäden aufzuarbeiten

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Oberösterreich/Bayern
06/04/2016

Das Tief bleibt: Angst vor weiteren Unwettern

Für das Wochenende ist wieder Regen prognostiziert, der lokal heftig ausfallen kann.

von Elisabeth Holzer

Auch wenn das Hochwasser im oberösterreichischen Braunau nicht so verheerend war wie im benachbarten Bayern, bleiben die Feuerwehren alarmiert: Für heute, Samstag, und morgen sagen Meteorologen weitere Regenfälle voraus, die lokal heftig ausfallen können. Hagel, Muren und Überschwemmungen sind nicht auszuschließen.

Doch die Böden sind bereits wie nasse Schwämme vollgesogen und können nicht mehr viel Wasser aufnehmen. Die Niederschlagsmengen der vergangenen paar Tage waren nämlich enorm: Binnen 48 Stunden fiel so viel Regen in der Grenzregion, wie sonst in einem ganzen Monat nicht. "In Ranshofen sind in Summe 150 Liter Regen pro Quadratmeter zusammengekommen, davon fast 100 allein am Mittwoch in nur zwölf Stunden", rechnet Josef Lukas vom Wetterdienst Ubimet vor. "In einem durchschnittlichen Juni fallen hier gerade einmal 70 Liter pro Quadratmeter."

Eine Wetteränderung ist erst nach dem Wochenende in Sicht. Ab Montag soll ein Hoch trockene Luft in den Alpenraum bringen.

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Sieben Todesopfer

Auf Besserung hoffen auch Betroffene und Helfer in Bayern. Besonders dramatisch ist die Lage in Simbach am Inn, nur ein paar Kilometer von Braunau entfernt, starben Menschen in den Wassermassen: Freitag wurde bereits das siebente Todesopfer gefunden. Doch die Anzahl könnte noch steigen, am Freitag suchten die Einsatzkräfte nach einem Ehepaar, der 81-jährige Mann und seine Frau, 77, gelten seit Donnerstag als vermisst. Ihr Haus wurde wie so viele andere überflutet. In Simbach sowie einigen anderen Gemeinden sind zudem auch Trinkwasser- und Stromversorgung ausgefallen.

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