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Chronik Österreich
04/28/2020

Coronavirus: Anspannung in Spitälern sinkt

Salzburg hat angesichts der Fallzahlen auffällig viele stationäre Patienten. Aufatmen in der Steiermark.

von Matthias Nagl, Elisabeth Holzer

Die Zeichen im Spitalsbereich stehen österreichweit auf leichte Entspannung. Die Zahlen der stationär behandelten Corona-Patienten gehen konstant zurück. In ganz Österreich waren mit Stand Montagnachmittag 579 Erkrankte im Spital, 140 davon auf Intensivstationen.

Regional gibt es aber große Unterschiede, vor allem in Relation zur Zahl der aktuell Erkrankten und zur Gesamtbevölkerung. So waren in Salzburg am Montag 75 Patienten in stationärer Betreuung, 10 von ihnen auf der Intensivstation. In zwei Bundesländern mit mehr als doppelt so vielen Einwohnern liegen die Zahlen knapp, aber doch darunter. In der Steiermark gibt es 74 stationäre Patienten, 10 von ihnen auf der Intensivstation, in Oberösterreich sind es 66 Patienten, elf von ihnen auf der Intensivstation.

Richard Greil, Leiter des medizinischen Einsatzstabes des Landes Salzburg, will sich nicht auf eine Vergleichsdiskussion einlassen: „Entscheidend ist die Frage, wie viele Menschen absolut hospitalisiert sind“, sagt er auf KURIER-Anfrage. Außerdem würden in Salzburg alle Corona-Patienten aus Alten- und Pflegeheimen sofort ins Covid-Haus der Landeskliniken verlegt werden. Das erhöht die Zahl der Hospitalisierten.

Personalausfälle

Diese Vorgangsweise gab es allerdings in ähnlicher Weise auch in der Steiermark, wenn auch nicht gleich zu Beginn der Corona-Krise. Zuletzt nahmen jedoch die Covid-19-Fälle in einigen Heimen zu: Nicht nur Bewohner waren angesteckt, sondern auch zunehmend Pflegekräfte. Die Senioren wurden vorübergehend in die Landesspitäler verlegt, da die Versorgung im Heim selbst nicht mehr sichergestellt war die Personalausfälle konnten nicht mehr kompensiert werden.

Die Anspannung in den steirischen Krankenhäusern und bei dernen Betreibern lässt jedoch angesichts der geringeren Ansteckungsraten zunehmend nach. Auf dem Höhepunkt der Krise Anfang des Monats waren 176 Covid-19-Patienten in Spitälern, seit Anfang März waren die Patientenzahlen täglich dreistellig. In der Vorwoche sanken sie erstmals unter 100.

Geringe Belegung

Allmählich kann der Schalter von Not- auf Normalbetrieb umgelegt werden: Verschobene Behandlungen und planbare Operationen werden nun so rasch wie möglich nachgeholt, kündigte die KAGES an. Allerdings ist der Rückstau enorm.

Insgesamt gibt es im Moment aber in allen Bundesländern mehr als ausreichend Kapazitäten für eine mögliche zweite Welle an Coronavirus-Fällen. Die Belegung der verfügbaren Normalbetten lag am Montag bei drei Prozent, bei den Intensivbetten lag sie bei zwölf Prozent. Am Beispiel der steirischen KAGES gerechnet: Sie verfügt über rund 5.400 normale Spitalsbetten und rund 500 Beatmungsgeräte. Für Covid-19-Fälle werden 134 Geräte explizit freigehalten.

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