1.012 Infizierte gibt es mit Stand Montagmittag in Österreich. Die meisten davon in OÖ.

© EPA/CHRISTIAN BRUNA

Chronik Österreich
07/07/2020

Corona-Spielregeln, die Zweite

Oberösterreich griff erneut zur Maskenpflicht in Amtsgebäuden. Die anderen Bundesländer reagieren abwartend.

von Petra Stacher

Oberösterreich

Corona ist nicht weg. Dieser Umstand wird den Österreichern vor allem durch die steigenden Fallzahlen in Oberösterreich vor Augen geführt. 1.029 Menschen sind aktiv mit Covid-19 infiziert, 427 davon in OÖ. Nachdem es durch die Missachtung der Abstandsregeln „Einzelner“ in Linz zu einem Cluster kam, wurde am Wochenende publik, dass auch drei Schlachthöfe betroffen seien.

Insgesamt 10 Personen wurden in diesen positiv getestet. Am Montag wurden drei weitere Fälle beim Fleisch- und Wurstwarenhändler Landhof in Linz bestätigt.

Nun rudert die Landesregierung zu alten Maßnahmen zurück: Die Maskenpflicht wird zumindest in Amtsgebäuden ab heute, Dienstag, wieder eingeführt. Am Montag forderte Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) weiters beim Bundesheer einen Assistenzeinsatz an, um das Kontaktpersonen-Management weiter effektiv betreiben zu können.

Zudem sollen 10 Millionen Euro für eine Testoffensive locker gemacht werden. Bereits vergangene Woche startete die Stadt Linz wieder verstärkte Kontrollen bei der Maskenpflicht in den Öffis.

Wien

Trotz der 346 Fälle sieht die Bundeshauptstadt derzeit keinen Anlass, die Maßnahmen zu verschärfen. Geschuldet sei dies den ohnehin strengeren Regeln, so müssen in Amtsgebäuden teilweise noch Masken getragen werden.

Niederösterreich

Auch in Niederösterreich sieht man die Situation locker. „Die Fallzahlen (aktiv 100) sprechen nicht dafür, strengere Regeln zu ergreifen“, heißt es aus dem Büro von Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ). Derzeit habe man die Infektionsketten im Griff und könne somit schnell reagieren. Zudem gäbe es mittlerweile fertige Krisenpläne.

Steiermark

Die Steiermark ist mit 62 Infizierten derzeit nicht in Alarmbereitschaft. „Wir entscheiden im Anlassfall über regionale Maßnahmen“, heißt es vom Land. Die Lage sei stabil. Auch wenn am Montag bekannt wurde, dass ein Schüler in einem Grazer Gymnasium erkrankt ist.

Salzburg

Eine neuerliche Maskenpflicht steht auch in Salzburg vorerst nicht zur Debatte. Es wäre laut Land jedoch – auch begrenzt auf Bezirke – eine Möglichkeit, insofern sich die Zahlen verschlechtern.

Vor zwei Wochen herrschte rund um den Rotarier-Cluster helle Aufregung. Inzwischen sind die ersten Erkrankten aus diesem Cluster bereits wieder gesund.

Vorarlberg

Mit sechs aktiv Erkrankten ist Vorarlberg das positive Schlusslicht. Laut Land gäbe es „natürlich einen Krisenplan II“, es sei vieles denkbar, um Ausbrüche lokal einzudämmen. Die jeweiligen Maßnahmen würden jedoch von der Situation abhängen.

Tirol

In Tirol ist das Land regelmäßig mit Experten sowie Behörden auf Bundesebene in Abstimmung. Eine Notwendigkeit die Maßnahmen zu verschärfen sieht das Land jedoch noch nicht. Es handle sich dabei aber um eine Momentaufnahme, die jederzeit adaptiert werden könne.

Auch gäbe es einen Plan, um rasch regionale Maßnahmen setzen zu können, falls die Fallzahlen deutlich ansteigen. 25 Personen sind derzeit in Tirol mit Covid-19 infiziert.

Burgenland

Pläne, wie regionale Maßnahmen in den einzelnen Bezirken umgesetzt werden können, wurden im Burgenland bereits in den vergangenen Wochen und Monaten geschmiedet. Bei aktuell 16 Infizierten seien diese jedoch nicht notwendig.

Kärnten

Gesundheitsreferentin Beate Prettner (SPÖ) appelliert an die Bevölkerung, Ansammlungen, wie zuletzt in Velden am Wörthersee, zu meiden und die Corona-Spielregeln einzuhalten, denn: „Das Virus macht keinen Urlaub.“

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