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Chronik Österreich
09/16/2020

Corona: Deutschland will Wien auf "Rote Liste" setzen

Am Nachmittag soll die offizielle Entscheidung bekannt gegeben werden. Für die Schweiz steht Wien bereits auf der Quarantäneliste.

von Teresa Sturm, Julia Schrenk, Josef Gebhard, Nina Oezelt, Sandra Lumetsberger

Dadurch, dass in Wien die Corona-Zahlen weiter steigen, ist die deutsche Bundesregierung alarmiert. Wien soll daher am Mittwoch Nachmittag zum Risikogebiet erklärt werden.

"Seit dem 5. September liegen deutlich mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner vor, daher sehen wir uns zum Handeln gezwungen", hieß es in der Tageszeitung STANDARD dazu.

Wie es weitergeht

Die Entscheidung würde beim Auswärtigen Amt, bei den Ressorts für Inneres und Gesundheit sowie beim Robert Koch-Institut in Berlin liegen. Zuerst wird festgestellt, in welchen Staaten oder Regionen es in den letzten sieben Tagen mehr als 50 neu Infizierte pro 100.000 Einwohner gab. Zudem wird danach entschieden, ob für Staaten oder Regionen, die den genannten Grenzwert unterschreiten, dennoch die Gefahr eines erhöhten Infektionsrisikos vorliegt.

Am heutigen Nachmittag soll eine offizielle Aussendung folgen, wie die Entscheidung ausfällt. Ganz überraschend kommt die Einstufung aber nicht, es gab vergangene Woche schon Hinweise darauf.

Reisewarnung

Eine solche Reisewarnung betrifft einerseits deutsche Staatsbürger, die aus Wien ausreisen oder deutsche Staatsbürger, die nach Wien einreisen wollen. Der Staat verbietet seinen Staatsbürgern nicht die Reise zu tätigen, sondern warnt sie über ein erhöhtes Risiko. Das ermöglicht zum Beispiel den Anspruch einer kostenlosen Stornierung einer Pauschalreise.

Wenn Personen aus einem Risikogebiet nach Deutschland einreisen, müssen diese einen negativen Coronatest vorweisen können, der nicht älter als 48 Stunden alt ist. Die Schweiz setzte Wien schon vor einigen Tagen auf ihre Quarantäneliste.

Reaktionen aus Wien

„Wir gehen davon aus, dass der Außenminister eine Meinung zu diplomatischen Fragen haben wird“, heißt es dazu aus dem Büro von Wiener Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ).

Auch Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) äußerte sich zur Meldung aus Deutschland: "Solche Maßnahmen gelten auch für Brüssel, Paris, Prag oder Genf. Wir haben es mit einer europäischen Entwicklung zu tun, nicht mit einer Wiener Besonderheit. Im Vergleich zu anderen Millionenstädten ist die Lage in Wien sehr gut, insbesondere was die Gesundheitsversorgung betrifft."

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