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Chronik Österreich
03/09/2021

Corona-Demonstrationen verschlangen mehrere Millionen Euro

Exorbitante Einsatzkosten, Polizeigewerkschaft übt Kritik an Ex-Innenminister Herbert Kickl.

von Dominik Schreiber, Kid Möchel

Die Wellen nach der eskalierten Corona-Demonstration vom vergangenen Samstag gehen weiter hoch. Nun nannte das Innenministerium gegenüber dem KURIER auf Anfrage erstmals die Einsatzkosten für die gesamten Kundgebungen seit dem 26. Dezember. Diese liegen bereits bei über fünf Millionen Euro. Alleine die vom vergangenen Samstag soll sich mit 600.000 Euro Buche geschlagen haben.

Zuvor hatte es bereits heftige Kritik der Polizeigewerkschaft gegen Innenminister Herbert Kickl gegeben, der von vielen als eine wichtige Triebfeder hinter den Protesten gesehen wird.

„Das Ganze wird sogar von Vertretern einer Parlamentspartei angeheizt, deren Klubobmann und ehemaliger Innenminister sich besser auf die Seite der Polizei stellen sollte, anstatt zusätzlich noch Öl ins Feuer zu gießen, zur Nichtbeachtung der Corona-Maßnahmen zu ermutigen und damit die Gewaltbereitschaft gegenüber der Polizei zu fördern“, kritisiert der Vorsitzende der Polizeigewerkschaft, Reinhard Zimmermann (FCG).

FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl hat seinen Auftritt bei der Corona-Demonstration am Wochenende hingegen verteidigt. Es sei ein „großes Fest der Freiheit“ gewesen, resümierte er am Dienstag in einer Pressekonferenz. Der Polizei warf er vor, eine Eskalation geplant zu haben. Videos belegen dies aber bisher nicht.

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