Chronik | Österreich
26.11.2018

Bahnstreik sorgte für ratlose Passagiere und "gestrandete" Schüler

100.000 Bahnreisende waren vom zweistündigen Warnstreik Montagmittag betroffen.

Ein erster Warnstreik der Gewerkschaft vida legte am Montag den Bahnverkehr österreichweit für zwei Stunden lahm. Zehntausende Fahrgäste von ÖBB, Westbahn und etlichen Lokalbahnen waren betroffen.

Bis 14 Uhr war der Zugverkehr österreichweit eingestellt. Regionalzüge, S-Bahnen genauso wie ÖBB-Railjets und Westbahn-Garnituren wurden vorübergehend an den Bahnsteigen abgestellt - insgesamt 670 Züge, 600 davon im Nahverkehr und 70 im Fernverkehr. Auch der Güterverkehr stand still. Per Durchsagen und auf den Monitoren in den Bahnhöfen informierten die ÖBB über die Ausfälle. Am Hauptbahnhof in Wien warteten Touristen auf das Streikende. Aufgrund des Warnstreiks zur Mittagszeit waren auch viele Schüler unterwegs. Die ÖBB gingen davon aus, dass rund 100.000 Fahrgäste betroffen waren. Der ÖBB-Rivale Westbahn erklärte, die ÖBB-Verkehrsleitzentrale habe den Betrieb eingestellt.

Nach Ende des Warnstreiks begannen die Bundesbahnen, den Zugverkehr schrittweise hochzufahren, zuerst setzten die Fernverkehrszüge ihre Fahrt fort, später folgte der Nahverkehr. Die ÖBB schlossen nicht aus, dass es noch bis in die Abendstunden zu Verspätungen und Ausfällen kommt.

 

Video: Lokalaugenschein

Warnstreik der ÖBB

Lokalaugenscheine

Bahnstreik in Österreich

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"Ausfall / Cancelled": Züge, die aus Nachbarländern kommen oder in solche unterwegs sind, können seit 12.00 Uhr nicht mehr übernommen bzw. übergeben werden. Somit gibt es im Zeitraum des angekündigten Streiks keinen grenzüberschreitenden Bahnverkehr.  

Eine Reisegruppe aus Deutschland hat Verständnis für den Streik. Sie fahren jetzt mit dem Bus nach München und hoffen, dort ihren Anschluss zu bekommen.

Die Züge am Hauptbahnhof stehen. Manche Reisewillige setzen sich trotzdem rein.

Die Geschäftslokale am Hauptbahnhof profitieren vom Stillstand.

Österreich, ein Land, wo ein Warnstreik für Medienauflauf sorgt.

Am Salzburger Hauptbahnhof ist kurz vor Mittag wenig los, die Bahnreisenden dürften sich auf den Warnstreik vorbereitet haben.

Bahn-KV - Warnstreik trotz laufender Verhandlungen begonnen