Aussterbende Berufe: Die Letzten ihrer Art in Österreich

Aussterbende Berufe: Die Letzten ihrer Art in Österreich
Während manche Lehrberufe wie jener des Konditors boomen, drohen andere traditionelle Berufe in Vergessenheit zu geraten. Womit auch jahrhundertealtes Wissen und Können verschwindet.

„Was willst du einmal werden?“ Kaum ein Kind würde heute diese Frage mit „Drechsler“ oder „Messerschleifer“ beantworten. Vor 60 Jahren hat das noch anders ausgesehen: Damals entschied sich etwa Friedrich Saik aus Wiener Neustadt Handschuhmacher zu werden. Heute ist er einer der Letzten seiner Art. Acht gibt es noch in Österreich.

Doch auch alltägliche Lehrberufe kämpfen ums Überleben: Während 2005 noch 620 Jugendliche eine Lehre zum Fleischer machten, waren es 2018 nur mehr halb so viele, nämlich 316. Auch Tischlern oder Optikern fehlt der Nachwuchs. Währenddessen wird etwa die Ausbildung zum Konditor immer beliebter: 2018 sind 450 Lehrlinge zu ihrer Lehrabschlussprüfung angetreten, über 80 Prozent haben diese auch bestanden. Der KURIER hat sich auf die Suche nach seltenen Berufen gemacht und die letzten Meister ihres Handwerkes in ihren Werkstätten besucht.

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