© Nikolaus Tuschar

Chronik Österreich
11/15/2020

Auf der Suche nach der Sonne

Trübe Aussichten. Wer den Nebel im Herbst und Winter satthat, der ... Ja, wohin soll man denn?

von Katharina Salzer

Grau. Nichts als grau. Trist.

Im Donautal und im Marchfeld, im Inn- und im Hausruckviertel kann es im Herbst und Winter ziemlich eintönig sein – wettertechnisch gesehen. Die Sonne kommt oft schwer durch die Nebel- oder Wolkendecke. Wo schafft sie es besser? Wo müsste man jetzt leben, um Sonnenschein zu ergattern?

Hier jedenfalls nicht: Das Wiener und Klagenfurter Becken oder Linz und Graz werden gerne von klassischen Nebellagen heimgesucht. Welcher Ort in Österreich der nebligste ist, lässt sich allerdings nicht so leicht sagen.

Nebel bedeutet wissenschaftlich betrachtet, dass die Sicht kleiner sein muss als ein Kilometer. Aber da ist noch der Hochnebel – eine kompakte, einförmige, tiefliegende Wolkendecke. Also kann man so genannte „trübe Tage“ als Größe heranziehen: Die Bewölkung, die man mit freien Augen feststellen kann, ist größer als 80 Prozent.

Heitere Tage

Demgegenüber stehen die „heiteren Tage“. Die Ubimet-Karte vom vergangenen Winter zeigt, je weiter man im Süden des Landes weilte, desto schöner hatte man es (sh. Grafik). „Kärnten ist im Winter eine der Regionen mit dem meisten Sonnenschein“, sagt Alexander Orlik von der ZAMG (Zentralanstalt für Meteorologie). Er hat sich für den KURIER das 30-jährige Mittel aus den Datenbanken herausgesucht.

Wer sich das ansieht, weiß, wo man theoretisch im Winter wohnen müsste. Auf den Bergen. Denn: „Je tiefer unten, desto trüber.“ Rauf zur Wetterstation Villacher Alpe: 300 Sonnenstunden im Oktober und November schlagen sich zu Buche. In Krems in Niederösterreich sind es 170 – ein düsterer Vergleich. Es gibt allerdings ein Problem in alpinen Lagen: Die Sonnenstrahlen kommen nicht immer über die Bergrücken. Nur 145 Sonnenstunden verzeichnete Krimml in Salzburg.

Sehnsuchtsort

Im Sommer heißt es umdenken: Da ist das Flachland mit Sonne besser bedient als die Alpen. Bruckneudorf mag bisher kein Sehnsuchtsort gewesen sein, sollte es aber. Denn die burgenländische Gemeinde ist der sonnigste Ort Österreichs, wenn man die vergangenen 30 Jahre betrachtet. 2.053 Sonnenstunden gab es laut ZAMG durchschnittlich pro Jahr. Nichts wie hin.

Unterbrochen werden Nebelphasen übrigens durch Tiefdruckgebiete. Das nächste kommt am Montag ....

Mit Regen.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Um diesen Artikel lesen zu können, würden wir Ihnen gerne die Anmeldung für unser Plus Abo zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diese anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.