Testpflicht ist ab Mittwoch vorgesehen

© APA/EXPA/MARTIN HUBER

Chronik Österreich
03/06/2021

Ausfahrtskontrollen in Wiener Neustadt fixiert

Ministerium geht von Start am Mittwoch aus, Bürgermeister erst Ende der Woche. Zudem fordert er Impfstoff für die Stadt.

von Elisabeth Holzer

Samstagfrüh erhielt Bürgermeister Klaus Schneeberger Post vom Gesundheitsministerium, genauer einen Erlass  - mit einer klaren Vorgabe für Wiener Neustadt: Am Mittwoch sollen die Ausfahrtsbeschränkungen aus der Stadt beginnen - schuld ist die hohe Fallzahl an neuen Corona-Infektionen.

Zuletzt lag die 7-Tage-Inzidenz, also Fälle gerechnet auf 100.000 Einwohner, bei 480.  Den Bezirk respektive die Stadt verlassen darf dann nur noch, wer einen aktuellen, freilich negativen Corona-Test mit sich führt. 

Der Bürgermeister ist von den Maßnahmen wenig überzeugt.

ÖVP-Stadtchef Schneeberger zeigte sich am Samstag in einer ersten Reaktion "sehr skeptisch", ob die vom Bund angeordnete Maßnahme so rasch umsetzbar sei: Es sei fraglich, ob die benötigten 40 Teststraßen für Covid-Tests so schnell aufzustellen seien. Dazu komme die Größe der Region sowie die hohe Anzahl an Ein- und Auspendlern, 42.000 pro Tag in Pkw sowie weiters 15.000 Fahrgäste im öffentlichen Nahverkehr.

Schneeberger will die Kontrollen erst umsetzen lassen, wenn die "dafür nötigen Testkapazitäten bereit stehen", hielt er am Samstag fest: "Ich gehe davon aus, dass wir täglich 15.000 Tests durchführen müssen. Aktuell werden 2.000 Menschen pro Tag getestet, damit sind wir im Verhätlnis zur Einwohnerzahl Spitzenreiter in Österreich."  Der Bürgermeister fordert nicht nur ausreichende Testkits vom Gesundheitsministerium, sondern auch den Assistenzeinsatz des Bundesheeres: Da dies alles Vorlaufzeit benötige, gehe er anders als das Ministerium erst von Ausreisekontrollen ab "Ende der kommenden Woche aus".

Stadtchef fordert Impfstoff

Der Stadtchef fordert aber noch mehr - Impfstoff nämlich: Wie im Tiroler Bezirk Schwaz soll es auch in Wiener Neustadt "ausreichend Impfstoff geben."

In  Wiener Neustadt regte sich in dem Moment Widerstand gegen Ausreisetests, als sie erstmals von Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) angekündigt wurden: Er fordert diese Maßnahme bekanntlich für alle Bezirke, die 7-Tages-Inzidenzen von 400 oder mehr aufweisen. Schneeberger betonte, er hätte sich mehr Kommunikation mit dem Minister direkt gewünscht. "Hätte es Minister Anschober in den letzten Tagen der Mühe Wert gefunden, mit der Stadt Kontakt aufzunehmen, um organisatorische Maßnahmen zu besprechen anstatt uns im Unklaren zu lassen, wären wir heute schon weiter."

Nur wenige Bezirke weisen derzeit Inzidenzen von mehr als 400 auf, exakt drei nämlich: Wiener Neustadt mit einer Inzidenz von 480, Hermagor in Kärnten mit einem Wert von 653 und St. Johann im Pongau (Salzburg) mit 512. Während jedoch in Hermagor Ausreisetests am Dienstag beginnen und eben in Wiener Neustadt für Mittwoch geplant sind, gibt es für den Salzburger Bezirk keine solche Maßnahme.

Nur in zwei Pongauer Gemeinden wurden sie bisher verhängt, Radstadt und Bad Hofgastein. Diese Orte weisen allerdings Inzidenzen von jeweils mehr als 1.000 auf. Die Ausreistests dort begannen am Freitag.

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