15.074 Kinder gehen am Montag in OÖ zum ersten Mal in die Schule. Insgesamt beginnt für 298.000 Kinder wieder der Schulalltag.

© APA/ROLAND SCHLAGER

Chronik Oberösterreich
09/09/2020

Wieder Schule in OÖ: „Es wird sich schon alles einschwingen“

Für den Notfall wurde eine einheitliche Lernplattform vom Land eingerichtet.

von Petra Stacher

15.074 Kinder sitzen zu Hause bereits auf Nadeln und sind gespannt, was am Montag passieren wird, denn dann heißt es für die Taferlklassler in OÖ: Schulstart. Auf sie und ihre Eltern warten neben dem neuen Alltag zusätzliche Herausforderungen aufgrund Corona. Landeshauptmannstellvertreterin Christine Haberlander (ÖVP) beruhigt jedoch am Mittwoch: „Es wird sich schon alles einschwingen.“

„Der Unterricht zwischen dem Hineingehen und Hinausgehen ist das wichtigste“, sagt Oberösterreichs Bildungsdirektor Alfred Klampfer in der Pressekonferenz. Während der Ausführungen wird jedoch klar: Corona reicht fast in jeden Bereich des Schulalltags hinein.

So bestimmt die Corona-Ampel jede Woche neu, wie zur Schule gegangen wird – etwa ob mit oder ohne Maske (siehe Seite 17). Einige Maßnahmen sollen hingegen immer beachtet werden: Regelmäßiges Händewaschen, Abstand halten und alle 20 Minuten lüften. Für Stefan Pirc, Direktor der VS Goetheschule ist das nichts Neues: „Verbringen Sie einmal eine Stunde mit 25 Kindern in einer Klasse. Da ist zwei Mal in der Stunde lüften normal“, schildert er.

Schulgottesdienste

Herrscht aufgrund der Ampelfarbe Maskenpflicht, und hat ein Kind seine Maske zu Hause vergessen, gilt es, Ruhe zu bewahren: „Wir liefern an die Schulen Unterstützungspakete mit ausreichend Masken“, sagt Haberlander.

Schaltet die Ampel in einem Bezirk auf Rot, heißt es schließlich „Distance-Learning“. Um dies besser bewerkstelligen zu können, gibt es ab sofort flächendeckend für alle Pflichtschulen die einheitliche Lernplattform „Moodle“.

55.000 Euro investiere das Land laut Haberlander für E-Learning. Zudem werden an 42 ausgewählten Schulen in OÖ im Drei-Wochen-Rythmus Gurgeltests durchgeführt. Dies soll einer Studie dienen. Um die Ansteckungsgefahr generell zu vermindern und Ansammlungen zu vermeiden, können Pausen gestaffelt durchgeführt werden. Das obliege jeder Schule selbst.

Einheitlich geregelt ist somit nicht alles. Kritik dazu kommt etwa von den oberösterreichischen Kinderfreunden in Bezug auf die Eröffnungsgottesdienste. Dabei handle es sich laut Bildungsdirektion jedoch nicht um Schulveranstaltungen, sondern um „Religiöse Übungen“. Bei „Grün“ und „Gelb“ können diese somit grundsätzlich stattfinden.

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