Chronik | Oberösterreich
08.11.2017

Stauchaos: Pendler wollen Busabfahrten verlegen

Busse ins Mühlviertel sollen am Abend in Urfahr starten, fordert die Pendler-Allianz.

Linz.Nach einem neuen chaotischen Wochenstart auf den Linzer Straßen wird die Kritik an der Verkehrspolitik der Landeshauptstadt immer schärfer. Nicht nur die täglich im Stau festsitzenden Autofahrer, sondern auch auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesene Pendler beklagen die Misere. Weil auch Öffi-Busse im Stau steckten, müssten Pendler enorme Zeitverluste hinnehmen.

Im Namen der Mühlviertler Arbeitnehmer drängt der Sprecher der Pendler-Allianz und ÖVP-Nationalrat Michael Hammer nun darauf, dass Pendlerbusse künftig zu den Stoßzeiten nördlich der Donau in Urfahr ins nördliche Oberösterreich abfahren sollen. Busse, die am späten Nachmittag vom Linzer Hauptbahnhof ins Mühlviertel aufbrechen, bräuchten für wenige hundert Meter bis zur A7 oft bis 40 Minuten, beklagt Hammer. "Da wäre es für Betroffene leichter, mit der Straßenbahn bis Urfahr zu fahren und dort in einen Bus umzusteigen", fordert Hammer. Die Linzer Verkehrspolitik nennt er "chaotisch und inkompetent".

Eine weitere Forderdung, die mithelfen könnte, mehr Menschen zum Umstieg vom Auto auf ein öffentliches Verkehrsmittel zu bewegen verlangt laut der Organisation eine bessere Kooperation zwischen den Verkehrsunternehmen. Schon lange würden sich Pendler wünschen, dass sie mit ihren Karten für den Pendlerbus auch die Straßenbahn- oder Buslinien der Linz AG für den restlichen Weg zur Arbeit nutzen können.

Den Vorschlag einer Verlegung der Busabfahrten findet auch der Linzer FPÖ-Verkehrsstadtrat Markus Hein brauchbar. "Die erste gute Idee, die von Hammer kommt. Jedes Auto weniger innerhalb der Stadt wäre eine Entlastung. Doch ich bin die falsche Adresse, für die Busse ist das Land mit dem Verkehrsverbund zuständig".