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Chronik Oberösterreich
02/06/2020

Prozess um Überfall auf Geldtransport in Wels

Verhandlung am Dienstag wurde vertagt, Richter wollte noch Waffen begutachten. Urteil wird im Lauf des Tages erwartet.

Am Donnerstagnachmittag ist im Landesgericht Wels der Prozess um einen gescheiterten Überfall auf einen Geldtransport im Sommer 2019 gegen zwei der drei mutmaßlichen Täter fortgesetzt worden. Nachdem sich der Richter noch persönlich ein Bild von den verwendeten Pistolen machen wollte, war die Verhandlung am Dienstag vertagt worden. Ein Urteil wurde für Donnerstag erwartet.

Die Tschetschenen, 29 und 31 Jahre alt, hatten laut Anklage am 12. August des Vorjahres versucht, in Wels einen Geldtransport zu überfallen.

Täter lauerten Geldboten am Parkplatz auf

Die Täter lauerten den Geldboten in der Früh am Parkplatz einer Bankfiliale auf. Als der Mann und die Frau mit einem Geldkoffer aus dem Institut kamen und diesen im Transporter verstauten, wurden sie von drei Männern attackiert.

Allerdings misslang es den Räubern wegen der technischen Sicherung an die Beute zu kommen, weshalb sie das Weite suchten. Unweit des Tatorts fackelten die Männer dann das Fluchtfahrzeug ab und stiegen in ein anderes Auto, das sie jedoch in den Straßengraben setzten. Für einen klickten dort die Handschellen, der zweite wurde in einem Maisfeld aufgestöbert. Vom dritten fehlt nach wie vor noch jede Spur.

Am zweiten Prozesstag ging es im Wesentlichen nur noch um die Frage, ob die Opfer die Waffen als Spielzeugpistolen hätten erkennen können. Die beiden Angeklagten hatten zwar den Überfall zugegeben, jedoch die Hauptschuld auf den unbekannten Dritten geschoben. Nur dieser habe eine echte Waffe gehabt, mit der er auch die Geldbotin geschlagen und ihren Kollegen bedroht habe. Die Angeklagten hingegen wollen nur Schreckschusspistolen besessen haben.

Wegen schweren Raubes, schwerer Körperverletzung, Urkundenunterdrückung sowie Widerstands gegen die Staatsgewalt - einer der Männer soll einen Justizwachebeamten attackiert haben - und Verstößen gegen das Waffengesetz drohen bei einer Verurteilung bis zu 15 Jahren Haft.

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