© Philipp Monihart

Chronik Oberösterreich
01/20/2020

OÖ will Klimaanlagen und Lifte durch Förderung optimieren

Landesrat Achleitner stellte neuen "Energie-Förderturbo" vor. Schwerpunkt ist nach wie vor die Wende zur erneuerbaren Energie.

von Petra Stacher

Als führender Wirtschafts- und Industriestandort sei Oberösterreich das energieintensivste Bundesland - laut Markus Achleitner (ÖVP), oberösterreichischer Landesrat für Wirtschaft und Energie, ist es deshalb besonders wichtig, die Energiewende im Land weiter voranzutreiben.

Rückenwind spürt er dabei nun von der türkis-grünen Bundesregierung, habe diese doch in ihr neues Regierungsprogram sehr ambitionierte Ziele dahingehend inkludiert. Nun gehe es darum, diese auch umzusetzen.

"Förderturbo"

Oberösterreich will dazu mit eigenen Impulsen beitragen. Das Klima schützen soll etwa bis 2050 das neue „Clean Energy Program“: Fünf Millionen Euro Förderung sollen dafür pro Jahr zur Verfügung stehen. Dazu setzte die Landesregierung Förderschwerpunkte: erneuerbare Energien und eine effizientere Energienutzung.

Neben Anschlüssen an Fern- und Nahwärme sollen künftig auch Anschlüsse an die Fernkälte vermehrt gefördert werden. „Klimatisierung ist mit dem Klimawandel ein wachsendes Thema. Klimageräte sind große Energieverbraucher“, so Achleitner.

Zudem soll ein sogenannter Effizienzbonus eingeführt werden. Je höher der Wirkungsgrad der Anlage, desto höher fällt auch die Förderung aus. Mehr Geld soll es auch geben, wenn statt einer großen Anlage mehrere kleinere installiert werden.

Eine neue Förderung soll die Optimierung von Aufzügen vorantreiben. „Bei Liftanlagen sind vielfach die Betriebskosten teurer als die Anschaffung“, sagt Achleitner. Da Aufzüge aufgrund der demographischen Entwicklung vermehrt genutzt werden, sei hier eine Optimierung erforderlich.

Sonderförderungen

Zudem sollen Sonderförderungen kleinen Betrieben den Einstieg in die Energiewende vereinfachen: Diese können etwa Betriebe für Beratungen, Messungen und Investitionen in Anspruch nehmen. „Viele Betriebe haben weniger als zehn Mitarbeiter“, sagt Achleitner. Investitionen seien deshalb oft zu teuer. Diese müssen daher erst umdenken, so Achleitner.

In den vergangenen fünf Jahren konnte Oberösterreich durch die Förderpolitik bereits 250.000 Tonnen CO2 einsparen. „Förderungen sind ein Instrument, womit wir den Klimawandel etwas managen können“, sagt Achleitner. Eine Verbesserung im neuen Programm liege darin, dass nicht mehr wie bei einer Gießkanne alle ein bisschen Geld bekommen, sondern das Instrument Förderung gezielter eingesetzt wird.

So sollen Photovoltaik-Anlagen in Zukunft nicht mehr doppelt von Land und Bund gefördert werden. „Die Kosten der Photovoltaik-Anlagen haben sich in den vergangenen zehn Jahren enorm reduziert, dass es sich mittlerweile auch schon aus rein betriebswirtschaftlicher Perspektive lohnt“. Hingegen wolle man vermehrt Energiespeicher fördern, bei denen das noch nicht der Fall ist.

1.200 Projekte nahmen 2019 Förderungen in Anspruch. 2020 erwartet sich Achleitner eine ähnliche Zahl.

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