Diese afghanischen Frauen wollen ihre Arbeit in Kabul fortsetzen

© Otto Hirsch

Chronik Oberösterreich

Neue Textilfabrik in Kabul

Der Linzer Unternehmer Otto Hirsch startet einen neuen Versuch, eine Textilfabrik in Afghanistan aufzubauen.

von Josef Ertl

05/05/2019, 12:50 AM

Otto Hirsch ist soeben von einer Reise aus der Hauptstadt Kabul zurĂŒckgekommen, wo er Frauen getroffen hat, die frĂŒher in der von ihm initiierten Textilfabrik Kunduz gearbeitet haben. Das Kunduz-Projekt ist in den Jahren 2003 bis 2007 aufgebaut worden, 40 Frauen produzierten Textilprodukte fĂŒr den afghanischen Markt. Als die Taliban 2015 Kunduz eroberten, zerstörten sie die Fabrik. Zehn Frauen sind nach Kabul geflĂŒchtet und setzen dort ihre Arbeit fort.

Frauen wollen weitermachen

Hirsch hat sie getroffen und will sie neuerlich unterstĂŒtzen. „Die Frauen haben das, was sie in Kunduz gelernt haben, nicht vergessen, sondern arbeiten weiter “ sagt er im GesprĂ€ch mit dem KURIER, „sie wollen in Kabul wieder etwas aufbauen.“ Sie machen sich nun auf die Suche nach einer gebrauchten Fabrikshalle, die renoviert werden soll, Hirsch unterstĂŒtzt sie dabei. „Wir wollen die Fabrik wieder aufbauen, dazu einen Kindergarten und eine AusbildungsstĂ€tte fĂŒr textile Verarbeitung. Wir starten durch.

Menschen sehr unzufrieden

Der Besuch in Kabul war fĂŒr Hirsch ernĂŒchternd. „Es ist erschĂŒtternd, was dort passiert. Angeblich hat der Westen seit Kriegsbeginn im Jahr 2001 rund 700 Milliarden Dollar investiert. Die Einheimischen sagen, dass die Lage jetzt so schlecht ist wie nie zuvor. Obwohl dort Truppen von 40 LĂ€ndern aus aller Welt stationiert sind.“

Asylwerber

Hirsch hĂ€lt es auch fĂŒr verantwortungslos, abgelehnte Asylwerber einfach nach Afghanistan zurĂŒck zu schicken. „Man muss sie mit gezielten Möglichkeiten des Überlebens begleiten.“ Die geplante Textilfabrik sollen auch abgeschobene Asylwerber bei der Wiedereingliederung unterstĂŒtzen.

Kosten von drei Millionen

Hirsch rechnet mit Investitionskosten von rund einer Million Euro fĂŒr die nĂ€chsten drei Jahre. Da das Projekt noch in der Anfangsphase ist, gibt es auch noch kein Spendenkonto.

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