Stelzer gratuliert Haimbuchner

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Chronik Oberösterreich
09/15/2019

FPÖ OÖ: Von einer Klein- zu einer Mittelpartei

Landeshauptmannstellvertreter und FP-OÖ-Obmann Manfred Haimbuchner lud zum 10-Jahr-Jubiläum als Regierungsmitglied.

von Josef Ertl

Nachmittags gab es noch politische Differenzen wegen eines FPÖ-Kandidaten für den Nationalrat, der Mitglied der Identitären sein soll, am Abend des Donnerstag war aber schon wieder alles eitel Wonne. Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) gratulierte seinem Stellvertreter und Koalitionspartner Manfred Haimbuchner, der in der Linzer Schloßbrasserie sein zehnjähriges Regierungsjubiläum feierte. Der Besuch war prominent, so war aus Wien der frühere Innenminister Herbert Kickl angereist.

Umverteilung nach oben

„Es war mutig von der FPÖ, auf einen so jungen Politiker wie mich zu setzen“, sagte der heute 41-Jährige im Gespräch mit dem KURIER. „Ich bin überzeugt, dass es die absolut richtige Entscheidung war.“ Die vergangenen zehn Jahre sieht er als „sehr kontinuierliche Arbeit für das Land und das Setzen von Maßstäben im Bereich des Wohnbaus und des Naturschutzes“. Als Hauptherausforderung nennt er Wohnen leistbar zu halten und auf erneuerbare Energieträger umzustellen. „Wir müssen aufpassen, dass es beim Kampf gegen , der teilweise religiöse Züge trägt, nicht zu einer Umverteilung von unten nach oben kommt. Das wird die größte Herausforderung, denn das würde ganz harte Auswirkungen haben.“

Vorbild Schweizerische Volkspartei

Parteipolitisch will Haimbuchner die FPÖ langfristig als zweitstärkste Kraft im Land etablieren. „Wir werden die Partei kontinuierlich aufbauen, Wir wollen ein stabiler Faktor sein, der bei allen Wahlen bei einem Stimmenanteil von über 20 Prozent liegt.“ Er wolle sogenannte Jo-Jo-Effekte, unter denen die FPÖ in der Vergangenheit gelitten habe, vermeiden. Als Vorbild nennt er die Schweizerische Volkspartei (SVP), die beider Nationalratswahl 2015 29,4 Prozent der Stimmen erreicht hat. Der FPÖ-Politiker sieht sich wertemäßig in der SVP gut repräsentiert. Sie gilt als nationalkonservativ, rechtspopulistisch und wirtschaftsliberal.