Ein Großaufgebot an Feuerwehr- und Rettungsleuten bemühte sich kleinen Buben zu retten

© Kerschbaummayr Werner

Chronik Oberösterreich
10/19/2019

Bub geriet in Maschine: Rechter Arm musste amputiert werden

Tragisches Unglück in Perg: Dreijähriger griff unter Schutzblech und geriet in Förderschnecke.

von Wolfgang Atzenhofer

Einem dreijährigen Buben musste Samstagmittag bei einem tragischen Unfall in einer Mühle in Perg im Mühlviertel ein Arm amputiert werden. Das Kind war mit seiner Hand in eine Förderschnecke geraten. Ein Großaufgebot der Feuerwehr und der Rettung stand im Einsatz.

Das Unglück war nicht vorhersehbar: Ein 41-Jähriger aus dem Bezirk Perg besuchte mit dem dreijährigen Sohn seiner Lebensgefährtin die Mühle. Im zweiten Obergeschoß befinden sich unmittelbar nach dem Stiegenaufgang zwei Wirbelschichtmaschinen in denen getrockneter Mohn verarbeitet wird. Der kleine Bub ging unmittelbar vor dem 41-Jährigen und griff mit seiner rechten Hand in einen mit einem Schutzblech abgedeckten Behälter, in dem der Mohn von einer Förderschnecke hochtransportiert wird. Dabei wurde er mit dem rechten Arm von der Förderschnecke erfasst. Der Mann betätigte sofort den Notaus-Schalter und schrie nach Hilfe durch einen Mitarbeiter.

Angehörige wurden betreut

Das Kind konnte erst von der Feuerwehr befreit werden. Die Einsatzkräfte setzten dabei ein Bergegerät ein. Allerdings musste der Notarzt bei dem Rettungseinsatz den Arm des Kleinen amputieren. Anschließend wurde das schwerverletzte Kind mit dem Notarzthubschrauber umgehend in das Kepler Uniklinikum nach Linz gebracht. Das Kriseninterventionsteam kümmerte sich um die Angehörigen des Kindes und die Mitarbeiter der Mühle.