Chronik | Oberösterreich
09.11.2017

Bergsteiger überlebte fünf Tage in Dachsteinspalte

45-Jähriger stürzte vergangenen Samstag 30 Meter in Felsspalte. Donnerstagfrüh wurde er gerettet.

Eine dramatische Rettungsaktion rund um einen 45-jährigen deutschen Bergsteiger spielt sich seit Donnerstagmitternacht im Dachsteingebiet in Oberösterreich ab. Dort soll der deutsche Staatsbürger bereits seit vergangenem Samstag in einer Felsspalte in rund 30 Meter Tiefe gefangenen gewesen sein.

Schon am Montag meldete der Sohn des Deutschen seinen Vater bei der Polizei als vermisst. Per Ortung wurde das Mietauto des Mannes in Gosau, Bezirk Gmunden, gefunden. Erste Suchaktionen am Berg blieben aber erfolglos. Dann traf zu Mitternacht bei der Polizei in Gmunden sein abgehackter Notruf ein. Die Meldung kam aber unverständlich und unterbrochen an. Per SMS gelang es einem Beamten schließlich mit dem Unfallopfer Kontakt herzustellen und den Unglücksort einzugrenzen.
Er befinde sich seit Tagen in einer Felsspalte und sei verletzt, teilte der Verunglückte mit. Kurz darauf brachen laut Preimesberger 20 Bergretter und Alpinpolizisten zum vermuteten Unfallbereich bei der Adamek Hütte in 2200 Metern Seehöhe auf. Gegen 4 Uhr Früh fanden die Retter den Mann dann tatsächlich in einer Doline in die er rund 30 Meter abgestürzt war.
Die Helfer dürften den Mann, der ansprechbar war, bereits aus der Felsspalte gezogen haben. Wenn es das Tageslicht zulässt, soll der Verletzte per Hubschrauber ins Spital geflogen werden.