© ÖBB/Robert Deopito

Bahn-Ausbau
05/29/2021

Zweigleisig fährt man schneller nach Bratislava

Der letzte Abschnitt des Bahn-Ausbaus im Marchfeld läuft. Zeitersparnis Wien-Bratislava: 15 Minuten.

von Stefan Jedlicka

Die Bahnverbindung zwischen der Wiener Stadtgrenze und der Staatsgrenze zur Slowakei bei Marchegg gleicht einer Großbaustelle. Die Österreichischen Bundesbahnen arbeiten hier am zweigleisigen Vollausbau der Strecke, der die Fahrzeit zwischen Wien und Bratislava um mehr als 15 Minuten verkürzen soll. Ende März wurde vom Bahnhof Schönfeld-Lassee in Richtung Bahnhof Siebenbrunn-Leopoldsdorf (Bezirk Gänserndorf) innerhalb weniger Tage auf einer Länge von mehr als fünf Kilometern das zweite Gleis verlegt. In Wien ist das schon 2018 passiert.

Der Bahnhof Raasdorf wurde 2020 modernisiert, der Bahnhof Untersiebenbrunn ebenfalls. Im Herbst 2021 sollen Glinzendorf, Siebenbrunn-Leopoldsdorf und Breitensee folgen. Die Fertigstellung von Schönfeld-Lassee ist für September 2022 geplant. „Außerdem werden sämtliche Eisenbahnkreuzungen durch Unter- oder Überführungen ersetzt“, sagt Franz Bauer, Vorstandsdirektor der ÖBB-Infrastruktur.

Fertigstellung Ende 2025

Im Endausbau werde „mit 100 Prozent grünem Bahnstrom“ durch das Marchfeld gefahren, wie Bauer betont. Nach den Arbeiten an der zweigleisigen Verbindung in Wien und einem angrenzenden Teil in Niederösterreich startet nun das dritte Modul: Ab Dezember 2025 sollen die ersten Züge auf der durchgehend zweigleisigen Strecke auf österreichischem Staatsgebiet fahren. Bei den Über- und Unterführungen entlang der Strecke ist bereits mehr als die Hälfte fertig und für den Verkehr freigegeben: In Raasdorf, Unter- und Obersiebenbrunn sowie in Marchegg. Außerdem die Unterführung des Marchfeldkanalradwegs. Für die Unterführung der L4 in Lassee und die Überführung der L6 starten die Arbeiten noch heuer.

Ausbau der Nordwestbahn

Ebenfalls zweigleisig ausgebaut werden soll bis zum Jahr 2032 die Nordwestbahn-Strecke zwischen Stockerau (Bezirk Korneuburg) und Retz (Bezirk Hollabrunn) – zumindest zum Teil. Noch heuer im Herbst werden dazu die notwendigen Machbarkeitsuntersuchungen und Kostenabschätzungen beginnen, die bis Anfang 2024 abgeschlossen sein sollen. Diesen Zeitplan gab Infrastrukturministerin Leonore Gewessler (Grüne) in Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage des Nationalratsabgeordneten Rudolf Silvan von der SPÖ bekannt. Um längere Züge für mehr Passagiere und einen dichteren Taktverkehr auf der Nordwestbahn zu ermöglichen, werden zwischen 2023 und 2025 in mehreren Bahnhöfen und Haltestellen die Bahnsteige verlängert. Das betrifft Wien-Brünner Straße, Stockerau, Sierndorf, Göllersdorf, Hollabrunn, Hetzmannsdorf-Wullersdorf, Guntersdorf, Zellerndorf, Retz und Unterretzbach.

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