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Chronik Niederösterreich
09/17/2020

Zurück zum Ursprung: Schwechatfluss wird revitalisiert

Der Flusslauf soll wieder natürlicher werden, damit seltene Tierarten einen Lebensraum finden

von Theresa Bittermann

Im Schwechatfluss wurden Fische aus der Donau gesichtet. Da die Lebensräume aber nicht ideal sind, können sie dort nicht ablaichen. Der Fluss sei in der Vergangenheit - wie viele Flüsse in Österreich - begradigt und dabei in ein „Korsett“ gezwängt worden, erklärt Christoph Litschauer vom Nationalpark Donau-Auen.

Eine „harte Uferbefestigung“ wie beim Schwechatfluss würde außerdem keinen Austausch mehr mit dem Umland zulassen. Umliegende Auen können so wenig bewässert werden und laufen Gefahr zu verschwinden. Aber nicht nur für die Fische, sondern auch für andere Tierarten wie den Eisvogel würde das dem Experten zufolge verschlechterte Lebensbedingungen bedeuten.

Zurück zur Natur

Das soll sich nun ändern. Am Dienstag wurde die Revitalisierung des Schwechatflusses gestartet. Durch die hart verbauten Ufer fehlen natürliche Strukturen wie Totholz oder Tiefstellen gänzlich, heißt es in einer Aussendung.

Zukünftig soll wieder die gesamte Wasserfläche genutzt werden, das Wasser soll „pendeln“ können. Das bedeutet die Strömung soll sich nicht nur auf die Flussmitte beschränken, sondern das Gewässer soll von Ufer zu Ufer pendeln können. Im Fluss sollen außerdem wieder tiefe wie auch seichte Stellen entstehen können – denn beide seien wichtig für den Fluss als Lebensraum, so Litschauer.

 

Verbindung zwischen Schutzgebieten

Die Schwechat vernetzt den Biosphärenpark Wienerwald mit dem Nationalpark Donau-Auen und dient dort als Verbreitungskorridor für gefährdete Tiere und Pflanzen. „Der Naturraum des Nationalpark Donau-Auen steht in enger Wechselbeziehung mit seinem Umland und den regionalen Zubringerflüssen“, erklärt Nationalparkdirektorin Edith Klauser.

Auch Schwechats Bürgermeisterin Karin Baier (SPÖ) begrüßt das Projekt: „Intakte Naturräume dienen für uns als Naherholungsraum, lokaler Klimaregulator sowie Rückzugsort für heimische Tiere und Pflanzen“, sagt sie. Ausgeführt wird das Projekt vom Schwechater Wasserverband. Die Kosten werden zum Großteil aus einem Fond der EU gedeckt.  

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