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Chronik Niederösterreich
05/22/2021

Zivilschutzzentrum: Neue Außenstelle mit Landemöglichkeit

Die Anlage dient als Impfstraße, Ausbildungsstätte und Lagerraum sowie als Landeplatz für das Bundesheer und Rettungsdienste.

von Fabiola Noll

„Mit dem Zivilschutzzentrum Gmünd können wir mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen“, so der Präsident des NÖ Zivilschutzverbandes Christoph Kainz. Die Anlage im Waldviertel ist die erste Außenstelle des Zivilschutzverbandes sowie ein neuer Hubschrauber-Standort für das Bundesheer und Blaulichtorganisationen.

Test- und Impfstraße

Nachdem die knapp 270 m² große Halle bis vor Kurzem als Corona-Teststraße fungierte, wurde sie vor einigen Wochen zum niederösterreichischen Landesimpfzentrum umfunktioniert. 6.500 Impfungen gegen das Coronavirus wurden bereits hier durchgeführt. In Zukunft soll die Anlage Ausbildungs- und Schulungszentrum für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Zivilschutzverbandes sein. Für Veranstaltungen wie Sicherheits- oder Zivilschutztage werden Fahrzeuge stationiert, auch entsprechendes Material wird gelagert. Lebensrettende Maßnahmen im Alltag, Brandschutztheorie und Kurse wie „Wie wird mein Haushalt krisenfest?“ und „Wie verhalte ich mich bei Naturgefahren?“ werden dort gelehrt.

Rund 200 Freiwillige engagieren sich in vier Bezirken des Waldviertels für den Zivilschutz und müssen ab sofort nicht mehr in die Zentrale nach Tulln pendeln. „Es bietet große Erleichterung für die Ehrenamtlichen, die für ihre wichtige Tätigkeit und ihre Ausbildungen nicht mehr quer durch das Land fahren müssen“, so Kainz. Zudem wird die Außenstelle auch Zentrum des Pilotprojekts „Füreinander Niederösterreich“. Im Rahmen des Projekts sollen Freiwillige gefunden, geschult und im Ernstfall koordiniert eingesetzt werden. Struktur und Organisation sollen in Gmünd ausgearbeitet werden.

Landeplatz für Blaulicht und Bundesheer

Neben der Funktion des Veranstaltungsorts wird die neue Außenstelle in Gmünd auch als Landeplatz für Hubschrauber des Bundesheers verwendet. Bei Einsätzen in Grenznähe können die Maschinen nun in Gmünd aufgetankt werden. Der Flug nach Linz bleibt dem Heer damit ab sofort erspart. Das 5.000 m² große Areal eignet sich auch für Übungsflüge mit den Black Hawks. Geplant ist, dort sowohl in der Luft als auch am Boden zu trainieren. Landungen sind dabei besonders wichtig.

Der Niederösterreichische Zivilschutzverband stellt den Landeplatz in Gmünd auch der Landesgesundheitsagentur für Flüge im Zusammenhang mit dem Landesklinikum Waldviertel Gmünd zur Verfügung. „Ein Gewinn für Sicherheit und Gesundheit im ganzen Waldviertel“, sagt Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf.

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