Mary Pickford (hier mit ihrer großen Liebe Douglas Fairbanks) gilt als vergessene Ikone des Stummfilms in den 1910er-Jahren

© Library of Congress

Chronik Niederösterreich
05/21/2021

Wiener Neustädterin erweckt Hollywood-Ikone wieder zum Leben

Die Autorin Emily Walton widmet der Schauspiellegende Mary Pickford ihren zweiten Roman.

von Caroline Ferstl

Vierzig Dollar soll Mary Pickford 1909 für ihren ersten Film bekommen haben. Das war jedoch, bevor die kanadische Schauspielerin zu „America’s Sweetheart“ auserkoren und mit ihren blonden Locken zu einer der beliebtesten Schauspielerinnen Hollywoods in der Stummfilmära wurde.

„Pickford stammte aus armen Verhältnissen. Ein ,Nein’ ließ sie trotzdem nicht gelten. Sie drängte sich bis in die Büros der New Yorker Theater- und Filmbosse vor und kletterte die Karriereleiter hoch, bis sie mit 24 Jahren die bestbezahlte Frau Amerikas war und mehr verdiente, als der US-Präsident“, schwärmt Emily Walton.

Die Autorin scheint in der Schauspielerin ihre persönliche Heldin gefunden zu haben. „Leider ist Pickford bei uns im deutschsprachigen Raum wenig bekannt“, so die Autorin.

Das will sie mit ihrem historischen Roman ändern.

Goldene Liebe

„Miss Hollywood“ handelt von der Liebesgeschichte zwischen Mary Pickford und Douglas Fairbanks, die gemeinsam mit Charlie Chaplin das Goldene Trio Hollywoods in den 1910er-Jahren bildeten. Lange hat sich die 37-Jährige in die Biografie der Schauspielerin eingelesen und zahlreiche Stummfilme der Ikone geschaut: „Mittlerweile bin ich ein richtiger Fan dieser Filme geworden“, gesteht sie.

Das frühe Hollywood scheint es ihr angetan zu haben: Schon Waltons erste Romanbiografie, „Der Sommer, in dem F. Scott Fitzgerald beinahe einen Kellner zersägte“, spielte zu dieser Zeit: „Die Pionierstimmung, die damals herrschte, der Glamour New Yorks, die Verheißungen Hollywoods – all das fasziniert mich sehr.“

Walton ist im englischen Oxford geboren, in Wien studierte sie Germanistik und Journalismus. Der Liebe wegen zog sie dann nach Wiener Neustadt. „Ich bin natürlich selber sehr stolz, diesen Sprung geschafft zu haben, und meine Bücher bei einem großen deutschen Verlag veröffentlichen zu können“, gesteht die Autorin.

Bereits jetzt denkt sie über ihren nächsten Roman nach, dieser soll in den 1930er-Jahren spielen.

Davor stehen allerdings erstmal einige Lesungen am Programm – etwa heute Abend um 18 Uhr in der Buchhandlung Thalia Wien-Mitte.

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