BĂŒrgermeister-Stellvertreter Michael Schnedlitz (mi.) mit Prokurist Patrick Handler und Christopher Zerzawy von der Sicherheitsfirma

 

© Stadt Wiener Neustadt/Weller

Chronik Niederösterreich
06/17/2021

Wiener Neustadt setzt Streife in Gemeindebauten ein

Der Ordnungsdienst soll die Einhaltung der Hausordnung und ein friedliches Zusammenleben sicherstellen.

Bereits vor einigen Jahren war es ein politischer Aufreger. Damals patrouillierte auf Geheiß der Stadt ein privater Sicherheitsdienst durch Gemeindebauten in Wiener Neustadt um Konflikte zwischen den Bewohnern hintanzuhalten. Nun wird diese Maßnahme, die damals von Sozial- und Sicherheitsstadtrat Michael Schnedlitz (FPÖ) bereits initiierte wurde, ĂŒber die Sommermonate reaktiviert: Erneut wird in den Gemeindebauten ein Ordnungsdienst unterwegs sein, um ein geordnetes Zusammenleben sicherzustellen und dafĂŒr zu sorgen, dass Regeln eingehalten werden, heißt es in einer Aussendung der Stadt Wiener Neustadt.

„Gerade in den Sommermonaten wird es in Wohnhausanlagen oftmals etwas lauter und ausgelassener. Das ist verstĂ€ndlich, jedoch ist es unerlĂ€sslich, dass die Hausordnung dabei eingehalten wird, um Nachbarn nicht zu stören und das friedliche Zusammenleben nicht zu gefĂ€hrden. Der Ordnungsdienst soll diese Einhaltung gewĂ€hrleisten, gleichzeitig appelliere ich aber auch an die Vernunft der Bewohnerinnen und Bewohner: Bitte halten Sie sich an die Regeln, denn nur so ist ein geordnetes Zusammenleben möglich“, so BĂŒrgermeister-Stellvertreter Michael Schnedlitz.

Ballspiel-Verbot

Der Ordnungsdienst einer Sicherheitsfirma wird laut der Stadt unter anderem im Pernerstorferhof in der Josefstadt, im Kriegsspital (insbesondere in den Parkanlagen), in der Robert Stolz-Siedlung sowie am Flugfeld kontrollieren. Das Personal ĂŒbernimmt dabei keine polizeilichen Aufgaben, sondern stellt eine ErgĂ€nzung dar, die ein geordnetes Zusammenleben gewĂ€hrleisten soll.

Vor allem auf die Einhaltung der LĂ€rmschutzbestimmungen sowie auf ein Ballspiel-Verbots wird besonderes Augenmerk gelegt. Die Maßnahme sorgt schon jetzt fĂŒr heftige Kontroversen in den sozialen Medien. Viele Bewohner begrĂŒĂŸen angesichts der Situation die StreifgĂ€nge, andere halten den "Sheriff-Dienst" fĂŒr "völlig ĂŒberzogen".

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