© Atzenhofer Wolfgang

Chronik Niederösterreich
01/29/2020

Wahlniederlage in Amstetten: Bürgermeisterin kehrt Politik den Rücken

Nach der Niederlage bei den sonntägigen Wahlen ziehen SPÖ-Bürgermeisterin Ursula Puchebner und Vizebürgermeister Michael Wiesner persönliche Konsequenzen.

von Wolfgang Atzenhofer

Der Ausgang der Gemeinderatswahl am 26. Jänner war für die SPÖ Amstetten eine mehr als schmerzliche Niederlage. Ursula Puchebner zog deshalb vor dem Stadtparteiausschuss der SPÖ Amstetten persönliche Konsequenzen aus der Niederlage. Sie wird in Zukunft für keine politische Funktion mehr zur Verfügung stehen und sich aus der Politik zurückziehen. Das berichtete die SPÖ in einer ersten Aussendung.

Darin nahm Puchebner auch ausführlich Stellung: „Über zwei Jahrzehnte habe ich mein Leben der Politik in meiner Heimatstadt Amstetten gewidmet. Gemeinsam konnten wir viel bewegen und unsere Stadt weiterentwickeln. Deshalb schmerzt mich das schlechte Abschneiden bei der Gemeinderatswahl natürlich umso mehr. Als Spitzenkandidatin übernehme ich dafür aber die volle Verantwortung und werde mich deshalb aus der Politik zurückziehen. Ich möchte mich bei allen Amstettnerinnen und Amstettnern bedanken, von denen ich in den letzten Tagen viel Zuspruch und Kraft bekommen habe."

Des Weiteren gelte ihr Dank den zahlreichen politischen Weggefährten, "die im Laufe der Jahre wie eine zweite Familie für mich geworden sind. Allen voran aber ein großes „Danke“ an meinen Mann Herbert und meine Tochter Katharina, wie auch an meine Großfamilie, die mich bedingungslos unterstützt haben und immer an meiner Seite waren. Für die SPÖ Amstetten gilt es jetzt, nach einer ausführlichen Analyse des Ergebnisses die richtigen Schlüsse zu ziehen".

Nun müsse ein neues, schlagkräftiges Team gebildet werden. "Dann kann die SPÖ zuversichtlich in die Zukunft blicken. Dafür wünsche ich meinen Freundinnen und Freunden viel Kraft und Mut.“ Puchebner hatte 2011 das Bürgermeisteramt, damals noch mit absoluter Mehrheit der SPÖ, von Langzeitbürgermeister Herbert Katzengruber übernommen.

 

Wie Puchebner kündigte auch Vizebürgermeister Michael Wiesner, der auch für die Stadtfinanzen verantwortlich ist, seinen Rückzug an. "In der Sitzung wurden die Dinge klar angesprochen und Schlüsse gezogen. Natürlich ist das schon auch mit Emotionen und bei einigen auch mit Tränen vor sich gegangen", berichtet Stadtparteiobmann Gerhard Riegler. Er selbst werde sein Mandat annehmen, etlich andere der 16 gewählten SPÖ-Funktionäre hätten aber ebenfalls angekündigt sich zurückziehen zu wollen. "Doch wir wollen noch Gespräche über das neue Team führen", sagt Riegler. Es sei jetzt wichtig schnell verhandlungsfähig zu werden. Ein Verhandlungsteam habe man nun fixiert und die Strategie für die Gespräche mit Wahlsieger Christian Haberhauer von der ÖVP ausgearbeitet, schildert Riegler. Das klare Wählervotrum wolle man anerkennen und der ÖVP konstruktive Zusammenarbeit anbieten, kündigt der Parteiobmann an.  

 

 

Der Chef des SPÖ Gemeindeverband in  Niederösterreich Rupert Dworak war von der Entscheidung bereits informiert worden. "Die SPÖ Amstetten hat die Botschaft der Gemeinderatswahl verstanden", sagte er.

 

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