Tulln richtet erste Impfstraße in NÖ ein

Tulln richtet erste Impfstraße in NÖ ein
Ordinationen würden rasch an die Grenzen stoßen, so die Begründung der Stadt für die Impfstraße.

Am gestrigen Montag sind die ersten über 80-Jährigen in Niederösterreich geimpft worden, die nicht institutionell – sprich zum Beispiel in Altersheimen – versorgt werden. Sie sind unter den 10.000, die in der Vorwoche einen Termin ergattert haben und werden in den kommenden drei Wochen immunisiert. Und zwar in ausgewählten Arztpraxen.

In wenigen Orten oder Städten sind „Impfstraßen“ in Planung. Wie etwa in der Niederösterreich Halle in Tulln, dort soll ab 19. Februar geimpft werden. Natürlich nur mit Termin. Laut einer Aussendung der Stadt Tulln, sollen 42 Personen pro Stunde geimpft werden können. In der Tullner Region konnten sich etwa 900 Personen, die älter als 80 Jahre sind, einen Impftermin über die Online-Anmeldung bei Notruf NÖ sichern.

Grenze der Kapazität

Warum sich Tulln für eine Impfstraße entschieden hat: Ordinationen würden rasch an ihre Grenzen stoßen, vor allem, weil Frischgeimpfte mindestens 20 Minuten unter ärztlicher Beobachtung stehen müssten. „Die Verabreichung ausschließlich in Arztpraxen würde eine Frequenz, wie wir sie mit dieser Infrastruktur schaffen, nicht abdecken können“, erläutert Bürgermeister Peter Eisenschenk (ÖVP).

„Impfstraßerl“

Auf KURIER-Nachfrage beim Notruf NÖ, der die Impfkoordination innehat, sagt Sprecher Stefan Spielbichler: „Derzeit gibt es so wenig Impfstoff, dass in den Arztpraxen in denen geimpft wird, die räumlichen und organisatorischen Voraussetzungen problemlos erfüllt werden können.“ Derzeit könne maximal von „Impfstraßerl“ die Rede sein.

Am Mittwoch werden über das Onlineportal www.impfen.at die nächsten 32.000 Termine für alle über 80 Jahre und Personen mit der Diagnose Trisomie 21 (Downsyndrom, Anm.) in Niederösterreich vergeben. M. Penz

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