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Chronik Niederösterreich
03/09/2021

Tod nach Impfung: Obduktionsergebnis zu Zwettler Krankenpflegerin kommende Woche

Anfang kommender Woche soll feststehen, ob kausaler Zusammenhang zwischen Impfung und Ableben vorliegt.

Anfang kommender Woche soll zu jener Krankenpflegerin vom Landesklinikum Zwettl das Obduktionsergebnis vorliegen, die wenige Tage nach einer Corona-Impfung mit dem Vakzin von AstraZeneca verstorben ist. Ob ein "kausaler Zusammenhang" zwischen der Verabreichung und dem Ableben der Frau besteht, mĂŒsse man "ganz, ganz genau prĂŒfen", erklĂ€rte die GeschĂ€ftsfeldleiterin der AGES Medizinmarktaufsicht, Christa Wirthumer-Hoche, am Dienstag in einer Pressekonferenz.

Die zweite Zwettler Krankenschwester, die in zeitlichem Zusammenhang mit der Impfung schwer erkrankt war, befinde sich "nach einer angehenden Lungenembolie am Wege der Besserung", sagte Wirthumer-Hoche. Man habe bereits am Wochenende auf die beiden FĂ€lle reagiert und das Verimpfen mit jener Charge gestoppt, die beide Frauen erhalten hatten.

Charge in 17 EU-LĂ€ndern

Wie Wirthumer-Hoche berichtete, war die Charge an insgesamt 17 europÀische LÀnder verschickt worden. Nun wird abgeklÀrt, ob es im Zusammenhang damit auch in anderen Staaten zu gesundheitlichen Problemen bei Impflingen gekommen ist. Mit einem Ergebnis sei "in den nÀchsten Tagen" zu rechnen, sagte Wirthumer-Hoche: "Es wird alles unternommen, um diese FÀlle aufzuklÀren und die Sicherheit zu garantieren."

Man werde europaweit genau evaluieren, ob ein derartiges "Signal" - bei den beiden Betroffenen in Zwettl waren Gerinnungsstörungen aufgetreten - auch in anderen LÀndern zu sehen ist. Die gegenstÀndliche Charge des AstraZeneca-Impfstoffes hatte rund eine Million Dosen umfasst.

Wirthumer-Hoche appellierte an die Bevölkerung, allefĂ€llige Nebenwirkungen nach einer Impfung gegen das Coronavirus zu melden. Dies sei erforderlich, um ein "engmaschiges Sicherheitsnetz" zu knĂŒpfen. Fieber, Kopfschmerzen, Übelkeit und Schmerzen an der Einstichstelle wĂ€ren kein Anlass zur Besorgnis, betonte die Expertin. Hinweise auf schwere Gerinnungsstörungen beim AstraZeneca-Produkt lĂ€gen bisher nicht vor.

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