© Johannes Weichhart

Chronik Niederösterreich
09/28/2020

St. Pölten: Juwelierdieb ist bald wieder in Freiheit

Drei Jahre Haft für Serben, der Schmuck im Wert von mehr als 300.000 Euro gestohlen haben soll. Zwei Jahre davon aber bedingt.

von Johannes Weichhart

Es war ein Blitz-Coup, der im Dezember 2017 in der Landeshauptstadt St. Pölten für Aufsehen sorgte. Zwei Täter hatten in den frühen Morgenstunden ein Juweliergeschäft in der City aufgebrochen und Schmuck in der Höhe von mehr als 300.000 Euro gestohlen. Mit einem gestohlenen Auto flüchteten sie anschließend nach Wien, wo sie untertauchten.

In Antwerpen festgenommen

Unbemerkt von der Öffentlichkeit konnten Fahnder Jahre später einen Verdächtigen in Antwerpen festnehmen, ein DNA-Treffer hatte den 49-jährige Serbe ins Visier der Ermittler gebracht. Sein Komplize wurde bereits zuvor verhaftet und "sitzt" derzeit seine Strafe ab.

Am Montag musste sich der Serbe am Landesgericht St. Pölten verantworten. Der Angeklagte bekannte sich schuldig, seinen Teil der Beute habe er in Budapest um rund 18.000 Euro an einen Unbekannten verkauft, gab er an. Das Geld habe er unter anderem für seine vier Kinder gebraucht, zwei Töchter studieren im Ausland, behauptete er.

Untersuchungshaft angerechnet

Tatsächlich soll bei dem Einbruch Schmuck im Wert von rund 350.000 Euro gestohlen worden sein, der Verteidiger des Serben bezweifelte diese Summe, verzichtete aber auf ein Gutachten.

Der Angeklagte, der bislang unbescholten war, kam mit einem milden Urteil davon: Drei Jahre Haft, davon wurden zwei Jahre bedingt nachgesehen. Weil der 49-Jährige schon seit einigen Monaten in Untersuchungshaft sitzt, könnte er - im besten Fall - bereits im November wieder ein freier Mann sein. Das Urteil ist bereits rechtskräftig.

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