Was Schwechat am aktuellen ÖBB-Angebot auszusetzen hat
Eine bessere öffentliche Anbindung an Wien wünscht man sich in Schwechat.
Das Thema ist nicht neu in Schwechat. Mit dem Angebot im öffentlichen Bahnverkehr ist man in der Stadt schon seit Längerem nicht zufrieden. Während der Busverkehr seit Jahresbeginn in Zusammenarbeit mit dem Land NÖ verbessert wird, fordert die SPÖ um Bürgermeisterin Karin Baier Maßnahmen, um die Situation für Pendler und alle anderen Zugfahrer zu verbessern.
Eine neue Petition der SPÖ Schwechat soll den Druck diesbezüglich erhöhen. Denn: "Das Thema beschäftigt uns jetzt schon seit Jahren. Es scheitert leider immer wieder an der Landesgrenze, weil sich die Länder nicht einig werden. Das ist mir ein Dorn im Auge", sagt Baier. "Man sollte doch meinen, dass wir als Regierungspartei in Schwechat mit dem roten Wien Lösungen finden können."
Eine stärkere Anbindung der Region an Wien im öffentlichen Verkehr wollen das Land Niederösterreich und die Stadt Schwechat schon seit Jahresbeginn erreichen. Verkehrslandesrat Udo Landbauer (FPÖ) versprach "ein verlässliches und bedarfsgerechtes Mobilitätsangebot für Pendler, Schüler und Senioren". Eine Neuvergabe des Regionalbusverkehrs im Römerland-Carnuntum im Raum Schwechat soll dies bringen.
400 Haltestellen und 130.000 Einwohner
Ziel sei unter anderem ein dichterer Takt zwischen Schwechat und der U-Bahn-Station Simmering. In den Hauptverkehrszeiten soll ein 10-Minuten-Takt geschaffen werden. Gleichzeitig ist eine stärkere Anbindung an die S-Bahn-Linie S7 Teil der Planungen. Das Konzept betreffe aber nicht nur die Stadt Schwechat, sondern die gesamte Region mit 37 Gemeinden, 21 Linien, 400 Haltestellen und rund 130.000 Einwohnern: "Durch ein erweitertes Linienangebot, Verbesserungen im Schülerverkehr und ergänzende Bedarfsverkehre."
Noch liegen keine Ergebnisse vor, wie Baier bestätigt. Sie hofft aber, "dass die zugesagten Buslinien bis zur U3 nach Wien auch tatsächlich kommen werden."
Inzwischen fordere man "Verbesserungen, die weit über die aktuellen Maßnahmen wegen der Stammstreckensperre hinausreichen und Schwechat langfristig besser an den öffentlichen Verkehr anbinden", sagt die Bürgermeisterin. Man wende sich an die ÖBB mit einer Petition, die vier konkrete Punkte umfasst, um den öffentlichen Verkehr in Schwechat spürbar attraktiver zu machen.
Park & Ride und Intercity
Zum einen ist dies die Eingliederung des Bahnhofs der Schwechater Katastralgemeinde Mannswörth in die Wiener Kernzone 100. Obwohl Mannswörth zur Stadt gehört, liegt der Bahnhof außerhalb dieser Zone, was für Pendler höhere Ticketkosten bedeutet. Das Ziel sei also, gleiche Preise für alle Schwechaterinnen und Schwechater zu schaffen.
Zweite Forderung: ein Halt des stündlich verkehrenden Intercity-Zuges in Schwechat. Dieser fährt durch die Stadt. Ein Stopp würde Schwechat direkt mit dem Wiener Hauptbahnhof verbinden und damit die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs erhöhen, ist die SPÖ überzeugt.
Für den Bahnhof Kaiserebersdorf wird ein Park-&-Ride-System mit maximal 24-Stunden-Abstelldauer gefordert. Denn die vorhandenen Pendlerparkplätze seien häufig durch Dauerparker oder Flughafenreisende belegt. "Das ist ein großes Problem", betont Baier.
Beim Bahnhof Kledering fehle ein barrierefreier Zugang. Besonders betroffen davon seien ältere Menschen, Personen mit Mobilitätseinschränkungen sowie Eltern mit Kinderwagen.
Unterzeichnet werden kann die Petition unter schwechat.spoe.at/petitionverkehr. Die SPÖ Schwechat sammelt aber auch Unterschriften in der Stadt.
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