Kampf gegen Haltestellen-Ende: Absage für St. Pöltner Gemeinderat

Kampf gegen Haltestellen-Ende: Absage für St. Pöltner Gemeinderat
Mit einer Resolution sollte die Auflassung der Haltestelle Hart-Wörth verhindert werden. Antworten darauf versprechen aber wenig Hoffnung.

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Im April kommenden Jahres soll der neue ÖBB-Bildungscampus in St. Pölten in Betrieb genommen werden, damit auch die dazugehörige Haltestelle. Diese ist aber nicht als zusätzlicher Stopp der Traisentalbahn in der Landeshauptstadt geplant, sondern soll die die Bedarfshaltestelle Hart-Wörth im Süden der Stadt ersetzen. 

Dieser Plan traf bei Anrainern auf Unverständnis und sorgte für großen Unmut, wie der KURIER berichtete: 

Auch der St. Pöltner Gemeinderat war sich in seiner Sitzung im November parteiübergreifend einig, dass die Bedarfshaltestelle erhalten bleiben soll. Einerseits sei die Haltestelle erst kürzlich saniert worden, außerdem entstehe in unmittelbarer Umgebung eine neue Wohnhausanlage mit 52 Wohneinheiten. Vor diesem Hintergrund wurde eine Resolution beschlossen, die an Land NÖ, den VOR, ÖBB und auch an das Verkehrsministerium weitergeleitet wurde. 

Absagen treffen auf Kritik

Ohne großen Erfolg, wie das Rathaus am Dienstag in einer Aussendung mitteilte. In den vergangenen Tagen seien ident lautende Antwortschreiben mit Absagen von den Zuständigen eingetrudelt: „In allen Schreiben wird auf eine Attraktivierung der Nord-Süd-Verbindung hingewiesen, dies jedoch vage und erst bis 2027. Bei der Haltestelle selbst lässt man uns eiskalt abblitzen“, kritisiert Bürgermeister Matthias Stadler (SPÖ). „Wirklich erschreckend ist, dass die gleichlautenden Schreiben bestätigen, dass die Schließung ohne irgendeine Einbindung der Gemeinde – als unmittelbar Betroffene - schon längst paktiert ist.“ 

Kampf gegen Haltestellen-Ende: Absage für St. Pöltner Gemeinderat

Mit April soll die neue Haltestelle Bildungscampus in Betrieb gehen

Laut Stadler nannten die Schreiben die Einspurigkeit der Strecke in Richtung Traisental als Schließungsgrund. "Dabei wird so getan, als wäre das unveränderbar. Hier fehlen schlichtweg der Wille und das Verständnis für die Bevölkerung vor Ort“, so Stadler.

"Projekte ersatzlos zu streichen und andere auf den Sankt-Nimmerleinstag zu verschieben, hilft niemandem", hagelte es seitens der Stadt Kritik für Verkehrsministerin Leonore Gewessler (Grüne), die zuletzt auch die Traisentalschnellstraße S34 auf Eis legte. Seitens der Stadt zeigt man sich weiter kampfbereit, um die Haltestelle zu erhalten, aber auch ein zentrales S-Bahn zu etablieren.

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