Aus dem ÖAMTC-Stützpunkt in St. Pölten wird ab dem nächsten Jahr die Landeszentrale der Bergretter

© Bergrettung NÖ/Wien

Chronik Niederösterreich Sankt Pölten
03/25/2021

Bergrettung verlegt Landeszentrale von Wien nach St. Pölten

125 Jahre nach ihrer Gründung errichtet die Rettungsorganisation für NÖ und Wien ihre Zentrale nun in Niederösterreich.

von Wolfgang Atzenhofer

 

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Einen weitreichenden Beschluss hat die Bergrettung Niederösterreich/Wien in ihrem 125. Gründungsjahr gefasst. Die Ehrenamtlichen werden mit ihrer Landeszentrale von Wien nach St. Pölten übersiedeln. Die Bergretter kaufen die ÖAMTC-Station nahe dem Autobahnknoten St. Pölten-Süd um 1,3 Millionen Euro und werden dort in der ersten Hälfte des kommenden Jahres einziehen.

„Die Bergrettung kehrt heim nach Niederösterreich“, freute sich Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) gemeinsam mit Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) und dem Landesleiter der Bergrettung, Matthias Cernusca, bei der Bekanntgabe der Übersiedlung.

Mehr Einsätze

„Die Einsätze der Bergrettung zeichnen besonderes Durchhaltevermögen, hohe Professionalität und vor allem Kameradschaft aus“, verwies die Landeshauptfrau an den zu Wochenbeginn am Ötscher geleisteten zweitägigen Rettungseinsatz. 120 Freiwillige retteten dabei, wie berichtet, vier Alpinisten aus einem Lawinenhang. Auch 125 Jahre nach ihrer Gründung habe die Bergrettung nichts an Faszination verloren und genieße einen hohen Stellenwert, so Mikl-Leitner. Sie berichtete weiters: „Von den 1.370 ehrenamtlichen Retterinnen und Rettern wurden im vergangenen Jahr 763 Einsätze geleistet, um 21 Prozent mehr als noch vor fünf Jahren.“

Dieser Anstieg sei auch Corona und dem Bedürfnis nach Erholung in der Natur geschuldet. Manche Erholungssuchende würden jedoch bei Wanderungen ihre eigenen Fähigkeiten überschätzen. Spitzenleistungen, wie sie die Bergrettung biete, brauche auch eine entsprechende Infrastruktur bekundeten die Landeshauptfrau und die Gesundheitslandesrätin.

Die Bergrettung wird in der verkehrsmäßig gut gelegenen neuen Zentrale ihre  Verwaltungs- und Schulungszentrale, sowie ein zentrales Lager für Einsatzmaterial und Einsatzfahrzeuge einrichten, kündigte Cernusca an. Das Land NÖ wird 330.000 Euro für das Projekt beisteuern. Die Organisation werde zudem auf Rücklagen zurückgreifen, erklärte der Landesleiter zur Finanzierung.

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