Übergabe des Spezialfahrzeugs an die Portalfeuerwehr Gloggnitz

© ÖBB Ebner

Chronik Niederösterreich
09/27/2019

Rettungsfahrzeug für Semmering-Basistunnel kam mit Verspätung

Zwei Spezialfahrzeuge für den Brandfall im Tunnel entwickelt. Beschaffung dauerte länger als erwartet.

von Patrick Wammerl

Was ein Feuer im Tunnel für verheerende Folgen haben kann, weiß man spätestens seit dem Inferno im Mont-Blanc-Tunnel. Deshalb schrieb die Behörde für den Bau des Semmering-Basistunnels Spezialeinsatzfahrzeuge für die Feuerwehr vor. Im November 2017 war es im Basistunnel bereits zu einem Feuer gekommen. Obwohl die Mineure seit drei Jahren sprengen und graben und kilometerweit ins Bergmassiv vorgedrungen sind, wurden erst am Freitag mit Verspätung die beiden Spezialfahrzeuge an die Feuerwehr übergeben. Der Beschaffungsprozess dauerte deutlich länger als erwartet.

Um die Rettungseinsätze für den Ernstfall zu optimieren, haben die ÖBB gemeinsam mit dem nö. Landesfeuerwehrband ein einzigartiges Fahrzeug speziell für die Tunnelrettung konzipiert. Es bietet Platz für vier sitzende Personen, auch Liegendtransporte sind möglich. „Der Antrieb ist elektrisch, daher ist es nicht abhängig vom Sauerstoffgehalt in der Luft“, erklärt Josef Huber vom Landesfeuerwehrverband. Das Luftversorgungsfahrzeug kann sich mit seinen zwei Steuerständen in beide Richtungen bewegen und ist extrem wendig. Es können während des Einsatzes damit Atemluftgeräte aufgeladen werden.

Seit Jahren läuft zwischen den ÖBB und den Freiwilligen Feuerwehren in den Projektgemeinden des Basistunnels eine enge Kooperation: Sollte sich während der Bauarbeiten ein Brand ereignen, werden die lokalen Feuerwehren zu Hilfe gerufen. Geübt wird das Zusammenspiel der Feuerwehren mit den eigens ausgebildeten Mitarbeitern auf der Baustelle und die Orientierung vor Ort bei jährlich stattfindenden Großübungen, heißt es von Seiten der Projektverantwortlichen.

„Durch regelmäßige Übungen, permanente Weiterbildung und die richtige Ausrüstung sind wir und die Einsatzkräfte bestens für den Ernstfall gerüstet – auch wenn wir hoffen, dass dieser nie eintritt“, lobt auch ÖBB-Projektleiter Gerhard Gobiet die Zusammenarbeit.

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