Chronik | Niederösterreich
10.11.2017

Semmering-Basistunnel: Arbeiter nach Brand gefangen

13 Arbeiter flüchteten in einen Rettungscontainer. Erst nach eineinhalb Stunden konnten sie aus dem Tunnel geholt werden.

Was ein Feuer in einem Tunnel schlimmes anrichten kann, weiß man spätestens seit den Katastrophen im Tauerntunnel oder in Kaprun. Deshalb gab es bei den Einsatzkräften am Freitag auch Großalarm, als von der Baustelle des Semmering-Basistunnels auf niederösterreichischer Seite ein Feuer gemeldet wurde.

Bei Arbeiten im Querschlag Nr. 3 zwischen den beiden Tunnelröhren 1300 Meter im Inneren des Berges dürften Holzstücke bei Schweißarbeiten in Brand geraten sein. "Die Personen in einer Röhre konnten sofort ins Freie. In der zweiten Röhre griff das Innere Rettungsteam wegen der starken Rauchentwicklung ein", bestätigt ÖBB-Sprecher Christopher Seif.

Obwohl das Feuer rasch gelöscht war, mussten sich 13 Arbeiter in einen der luftdichten Rettungscontainer im Tunnel in Sicherheit bringen. Erst nach eineinhalb Stunden gab die Feuerwehr grünes Licht zur Rettung der Personen aus dem Tunnel.

Zwölf Arbeiter blieben unverletzt, einer wurde mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert. Neben der Polizei und Feuerwehr war das Rote Kreuz mit sechs Fahrzeugen und dem ÖAMTC-Rettungshubschrauber am Einsatzort. "Die Rettungskette hat hervorragend funktioniert. Zum Glück ist der Vorfall glimpflich ausgegangen", so Seif.