© Dominik Meierhofer

Chronik Niederösterreich
05/21/2021

Rehkitz „Charly“ und sein Retter sind beste Freunde

Vor einem Jahr rettete Adolf Ordelt aus Maria Taferl dem Tier das Leben. Nun sind sie unzertrennlich.

von Johannes Weichhart

Es ist eine Freundschaft fürs Leben, die genau vor einem Jahr begann: Damals fand Adolf Ordelt, ein Lkw-Chauffeur aus Maria Taferl in Niederösterreich, ein Rehkitz. Es lag am Straßenrand, seine Mutter war von einem Auto totgefahren worden. „Der Jäger gab dem Tier keine Überlebenschance, weil es noch viel zu jung war“, erzählt Ordelt im Gespräch mit dem KURIER.

Ziegenmilch im Flascherl

Deshalb nahm der Waldviertler das Kitz zu sich mit nach Hause. Dort wurde es mit Ziegenmilch aufgepäppelt. „Wir haben ihm alle zwei Stunden ein Flascherl gegeben. Aber es war nicht sicher, ob er es schafft. Er wog zu Beginn nicht einmal ein Kilogramm.“

Doch „Charly“ überlebte, am Mittwoch durften die beiden ihr einjähriges Jubiläum feiern. Mittlerweile sind Tier und Mensch beste Freunde geworden. Denn eigentlich hätte Charly bereits ausgewildert werden sollen, doch das Findelkind ist immer wieder zurückgekehrt. „In der Nacht hat er im Wald geschlafen, in der Früh stand er bereits wieder in meinem Garten“, erzählt Ordelt mit einem Schmunzeln.

"In mein Herz geschlossen"

Untergebracht ist „Charly“ jetzt in einem Gehege mit ganz viel Auslauf, in dem sich auch noch Damwild befindet. Und immer wieder kommt auch sein Retter zu Besuch, um nach dem Rechten zu sehen, „weil ich ihn in mein Herz geschlossen habe“.

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