Gaben Startschuss für Bürgerbefragung: v.l. LR Gottfried Waldhäusl, LH Johanna Mikl-Leitner, Prof. Peter Filzmaier, LH-Stellvertreter Franz Schnabl

© NLK Filzwieser

Chronik Niederösterreich
10/19/2021

Post für 800.000 niederösterreichische Haushalte

Landesstrategie 2030: Über eine riesige anonyme Bürgerbefragung sollen die Niederösterreicher über ihre Zufriedenheit und Zukunftswünsche Auskunft geben

von Wolfgang Atzenhofer

Im Bestreben mithilfe einer neuen Landesstrategie 2030 die wichtigsten Zukunftsthemen richtig anzupacken, fordert das Land Niederösterreich nun die Bevölkerung zur Mitarbeit auf. Dieser Tage werden 800.000 Fragebögen an alle nö. Haushalte versandt. Bis Ende November ist Zeit, in der Befragung die wichtigen aktuellen Parameter zum Leben in NÖ zu bewerten und die individuell wichtigsten Zukunftsthemen zu nennen.

„Die Haushaltsbefragung ist das Herzstück des Prozesses zu unserer neuen Landesstrategie 2030“, versicherte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner am Dienstag, flankiert von LH-Stellvertreter Franz Schnabl (SPÖ) und Landesrat Gottfried Waldhäusl (FPÖ), die damit politische Einigkeit bei der Erarbeitung der rund 1,7 Millionen Euro teuren Landesstrategie bekundeten. Ein Zukunftsprogramm ohne die Ideen, Visionen und Wünsche der Bevölkerung zu erarbeiten, sei wie ein „Gulasch ohne Saft“ benutzte Mikl-Leitner den in NÖ beliebten Vergleich. Schnabl und Waldhäusl erwarteten sich richtungsweisende Schwerpunkte aus der Bevölkerung und versicherten die Berücksichtigung der Ergebnisse in der politischen Ausrichtung.

Studienbasis

Während Wissenschafter und externe Experten wesentliche Säulen des Zukunftsprogrammes erarbeiten werden, ist der Politikwissenschafter Peter Filzmaier und sein Institut für die Durchführung und Auswertung der aufwendigen, aber sehr unkomplizierten Bürgerbefragung zuständig. Auch online kann man an der Befragung teilnehmen. Um eine ausgewogenen repräsentative Studie zu garantieren, werden parallel Telefonbefragungen durchgeführt, kündigte Filzmaier an. Außerdem sollen die Stimmen der Jugend durch Interviews mit 2.000 Schülern eingeholt werden.

Filzmaier rechnet mit einer Teilnahme im fünfstelligen Bereich. Ergebnisse werden im kommenden Jahr präsentiert.

Ein erster Blick in die Befragung zeigt neben einem statistischen Teil fünf Fragenkomplexe mit bis zu 16 Detailpunkten. Abgefragt werden die Qualität des Landes, der Heimatbegriff, die Reihung der Zukunftsthemen nach Wichtigkeit oder der Status quo wichtiger gesellschaftlicher und infrastruktureller Parameter, wie Bildung, Sicherheit, Umwelt, Verkehr, Gesundheitsvorsorge oder auch Migration.

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