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Chronik Niederösterreich
05/14/2021

Pernkopf: „Wir haben eine exzellente Zusammenarbeit mit Wien“

Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf zur Debatte über NÖ Patienten in Wiens Spitälern.

von Martin Gebhart

Immer wieder gab es in den vergangenen Wochen Seitenhiebe aus Wien, wenn es um Patienten auf Intensivstationen oder um Impfungen ging. Eine Diskussion, an der sich Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP) nicht beteiligen will. Im Gegenteil. „Wir haben eine exzellente Zusammenarbeit mit Wien“, sagt der Niederösterreicher im KURIER-Talk im Stadtstudio im Palais Ferstl in Wien.

Erst am Feiertag hatte Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) davon gesprochen, dass er gerne Impfdosen aus NÖ hätte, weil Niederösterreicher in Wien geimpft worden wären. Und am Höhepunkt des Ost-Lockdowns sprach er davon, dass Wien Corona-Patienten aus NÖ auf den Intensivstationen betreuen müsse. Stephan Pernkopf: „Im Bereich der Spitzenmedizin tauschen wir uns intensiv mit den Wienern aus. Wir beteiligen uns nicht an diesen Diskussionen. Das Thema sollte man lieber bei den Fachleuten lassen. Wir sind sehr dankbar für diese wirklich fruchtbringende Zusammenarbeit zur Sicherung der Gesundheit der Wiener und Niederösterreicher.“

Sehr skeptisch sieht Hacker ja auch, dass NÖ bereits für alle die Impftermine freigegeben hat. Für Pernkopf war dieser Schritt ein wichtiger in Richtung Zukunft. „Es hat Gott-sei-Dank funktioniert. Seit Montag haben alle Niederösterreicher, die sich anmelden wollten, einen Impftermin. Auch die jungen Menschen ab 16 Jahren“, sagt Pernkopf, der mit Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) den Krisenstab des Landes führt.

Gemacht habe man das, weil erstens der Bund „uns mehrfach zugesichert hat, dass die versprochenen Impfstoff-Lieferungen halten werden“. Zweitens habe man den Menschen eine Impf-Perspektive gegeben wollen.

„Stimmung steigt“

Mit den geplanten Öffnungsschritten ab 19. Mai und dem Impffortschritt merke man auch, dass die Stimmung im Land wieder steigt. Pernkopf: „Die Stimmung ist eine ganz andere geworden. Das Testen funktioniert, das Impfen funktioniert. Jetzt macht mit Einschränkungen alles wieder auf. Ab Juli werden wir dann wieder in ein normales Leben zurückkommen.“ Außerdem spüre man bei den Menschen eine große Dankbarkeit, dass einiges gelungen ist.

Für die Zeit nach der Pandemie hat Pernkopf gemeinsam mit Mitstreitern die Initiative „Neu.Land.Leben“ auf die Beine gestellt, um den Stellenwert des ländlichen Raumes weiter hochzuhalten. „Mit der Pandemie hat sich vieles ins Positive gedreht. Mit unserer Bewegung wollen wir dafür sorgen, dass der ländliche Raum Gewinner bleibt“, sagt Pernkopf. Und: „Wir hätten das alles aber nicht geschafft, wenn nicht so viele Ehrenamtliche immer wieder mithelfen würden.“ Gerade beim Testen sei das mehr als deutlich geworden.

Ziel der Initiative ist es auch, eine internationale Allianz für den ländlichen Raum zu schmieden. Pernkopf: „Wir wollen den Schwung nutzen, um den ländlichen Raum wirklich attraktiv zu machen.“

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