© Florian Schöberl

Chronik Niederösterreich
01/29/2021

Päm hat etwas zu sagen: Songs ohne Tabus

Singer-Songwriterin Pamela Pum verkürzt den Pandemie-Stopp mit Kreativität und Gin

von Wolfgang Atzenhofer

Eigentlich müsste Pamela Pum mit der Welt hadern und vor schlechter Laune kochen. Gerade als ihre Karrierekurve als Singer-Songwriterin Päm steil nach oben zeigte, schob sich die Corona-Pandemie als Hemmschuh dazwischen. Nichts Schlechtes, in dem nicht auch so manch’ Gutes steckt, denken wohl viele ihrer Fans. Päm ist nämlich hochproduktiv, liefert laufend auch im Lockdown launige gute Songs auf ihren Social-Media-Kanälen. Dabei vergisst sie nie, ihrem Publikum von Amstetten aus Zuversicht und Selbstvertrauen einzuimpfen.

„Durch das Projekt Päm zieht sich eine Linie. Ich will mit meinen Songs etwas sagen und zu mir und den Leuten ehrlich und authentisch sein“, sagt die Musikerin (27), die in einer Neuen Mittelschule Englisch und Musik unterrichtet.

Dialekt

In ihren Dialekttexten scheut sie nicht vor Tabuthemen zurück. Sie spart nicht mit harten Worten und mit ihrer Meinung und sprüht dabei vor Energie. „Es sind Themen, die mich betreffen. Man muss sich nicht den ständig projizierten Körperidealen unterwerfen, darf so aussehen, wie man ist. Das will ich vermitteln“, sagt Pum. Schönheitswahn, Rassismus, Vorurteile und vieles mehr thematisiert die Mostviertlerin. Der Humor kommt aber nie zu kurz.

Stimme & Band

Dabei serviert Pum mit voller facettenreicher Stimme und kräftiger Bandbegleitung Ohrwürmer aus der Kategorie Popmusik, wie das Debütalbum „PÄM“ beweist. Produziert wird unter dem Wiener Label Pogo’s Empire von Marco Pogo, dem Chef der Aufsteiger-Band „Turbobier“.

Mit ihm hat Päm zuletzt in der Lockdown-Zeit eine Akustik-EP („Laut, aber leise“) produziert. Der Titel „zgroße Schuach“ hat Hit-Potenzial. Titel, wie „#wirsanmehr“, „Goid“ („nicht alles was glänzt, ist Gold“), „Egal“ oder „Alles Gut“ belegen große Bandbreite.

So gut es möglich ist, arbeitet Päm mit der Band in der aktuell schwierigen Zeit im Amstettener Grave-Yard-Studio. Live-Auftritte, wie auf dem Donauinselfest-Tourbus waren 2020 die absolute Ausnahme.

Produktiv sei sie immer, sagt Päm. Laufend entstünden Songs. Manche bereitet sie gleich, so gut es technisch geht, in der Wohnung für den Interneteinsatz auf. In der Manier der Bloggerin hat Pamela Pum der Marke Päm im Corona-Jahr auch einen Online-Fanshop verpasst. Ihre Tonträger, flotte T-Shirts, bestickte Hauben oder der erst am Dienstag präsentierte sehr spezielle Päm-Gin können dort in den Warenkorb geklickt werden.

Und die Pläne für 2021? Päm: „Corona-Maßnahmen einhalten, damit der Spuk bald vorbei ist. Und endlich wieder live auftreten“.

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