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Ostumfahrung: So weit ist das 45-Millionen-Euro-Projekt

Lokalaugenschein für Anrainer auf der Baustelle in Wiener Neustadt. Die Arbeiten befinden sich in der „heißen Phase“.
Die Bauarbeiten an der Anschlussstelle zur S4 in Wiener Neustadt.

Große Straßenbauprojekte werden generell immer kritischer betrachtet. In Zeiten des Klimawandels kritisieren Umweltschützer jede Versiegelung „wertvoller Ackerböden“. Deshalb spaltet der Ringschluss um Wiener Neustadt auch die Gemüter.

Die 4,8 Kilometer lange Ostumfahrung, die sich derzeit in der heißen Bauphase befindet, ist das letzte fehlende Stück für den vollständigen Straßenring um Wiener Neustadt. Wie die Straßenplaner des Landes NÖ erklären, soll die Trasse den innerstädtischen Verkehr in den Projektgemeinden wie Wiener Neustadt, Lichtenwörth etc. verringern und die Erreichbarkeit des neuen Landesklinikums verbessern.

Derzeit wird die Anschlussstelle an der Pottendorfer Straße (B60) finalisiert und die zweite Anschlussstelle an der Neudörfler Straße bei der Auffahrt zur Burgenland-Schnellstraße S4 errichtet. Dazu kommen die letzten Arbeiten an den Brückenbauten. Das Verkehrschaos, das zuletzt im Umfeld der provisorischen Kreuzung bei der Anschlussstelle der B60 herrschte, habe man durch Regelungsmaßnahmen in den Griff bekommen, heißt es.

Lokalaugenschein

Die Politik hat für den 45 Millionen Euro teuren Straßenring viel Kritik einstecken müssen. Deshalb setze man verstärkt auf Transparenz. Wiener Neustadts Bürgermeister Klaus Schneeberger (ÖVP) hat Anrainerinnen und Anrainer der Nestroystraße zu einem Lokalaugenschein auf die Baustelle eingeladen.

Anrainerinnen und Anrainer der Nestroystraße beim Lokalaugenschein auf der Ringschluss-Baustelle.

Anrainerinnen und Anrainer der Nestroystraße beim Lokalaugenschein auf der Ringschluss-Baustelle.

Bewohner der Nestroystraße sind seit Jahrzehnten durch den massiven Durchzugsverkehr in Wiener Neustadt stark belastet. Täglich rollen und stauen sich bis zu 15.000 Fahrzeuge durch das Wohngebiet. Das soll sich mit der Umfahrung ändern, so die Planer. Laut den Verkehrsprognosen, die von den Kritikern allerdings angezweifelt werden, bringt der Straßenring eine Verkehrsentlastung für die Nestroystraße.

Mehr Lebensqualität

Wie Schneeberger erklärt, werde das Projekt besonders in der Nestroystraße hinkünftig „ein Mehr an Lebensqualität bieten, die sie sich die Bewohner seit Jahrzehnten wünschen.“
Die nächsten Schritte nach Fertigstellung der beiden Anschlussstellen sind Arbeiten entlang der Trasse – wie die Errichtung der Lärmschutzwände, die Herstellung des Untergrunds für die Straße selbst sowie alle Arbeiten rund um die Trassenführung (Bankette, Böschungen, etc.). Die Fertigstellung des Ringschlusses ist für Herbst 2027 geplant.

Alle Infos zum Projekt: www.ringschluss-wn.at

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